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In „Out for Blood“ geht Don ’The Dragon’ Wilson auf einen “Death Wish”-artigen Rachefeldzug.
Rechtsanwalt John Decker (Don ’The Dragon’ Wilson) ist ein Rechtsanwalt, dessen Familie vor einem Jahr ermordet wurde. Er kann sich nur an Fragmente erinnern und weiß, dass es etwas mit Drogendealern zu tun hatte, da er bei dem Vorfall selbst schwer verletzt wurde. Als John allerdings ein paar Dealer auf der Straße querkommen, macht er kurzen Prozess mit ihnen. Damit wäre schon ein bisschen Gekloppe für all diejenigen untergebracht, denen Deckers Kickbox-Übungen am Strand bei einem schicken Sonnenuntergang zu wenig waren.
John ist in psychiatrischer Behandlung bei einem guten Freund, der ihm helfen will, sich an die Nacht zu erinnern. Dieser stellt ihm auch Joanna Montague (Shari Shattuck) vor, in die sich John prompt verliebt. Ihr Ex-Freund allerdings, ein mächtiger Drogenhändler, sieht das gar nicht gern. So werden ruckzuck noch einige Nebenfiguren eingeführt, welche die Handlung zwischen den Actionszenen vorantreiben sollen.

Als John sich erneut prügeln muss, kommen Flashbacks an die Nacht hoch, in der seine Familie ermordet wurde. John geht von da an nachts auf die Jagd, um Drogendealer und ähnliche Radaubrüder zu stellen und nach allen Regeln der Kunst zu vermöbeln. Langsam kommt er den Killern auf die Spur.
Inhaltlich orientiert sich diese PM-Produktion stark an Bronsons „Death Wish“ Filmen, ist zwischen den Actionszenen aber noch uninteressanter als diese. Denn meist geht einem das Gefasel über richtig und falsch bezüglich Selbstjustiz auf den Keks, da der Film die Handlungen Deckers eh rechtfertigt. Erst zum Schluss kann der Film ein paar wirklich gute Wendungen präsentieren, aber da kommen diese Kniffe etwas zu spät.
Auch die Inszenierung könnte etwas besser sein. Es kommen ziemlich Nachtszenen, in den man wenig erkennt und teilweise dermaßen viel Nebel wabert (z.B. Jogging am Anfang), das man meinen könnte, man sehe gerade „The Fog“.

An den Actionszenen gibt es nichts zu meckern. Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Kämpfen, in denen Wilson fast wie Steven Seagal Knochen bricht. Die Kämpfe sowie die paar Shoot-Outs sind gut inszeniert und choreographiert. Hinzu kommen ein paar nette Stunts und Explosionen, so dass zumindest der Actionfan auf seine Kosten kommt.
Über die Darsteller breitet man besser den Mantel des Schweigens, denn selbst im B-Bereich hat man schon bessere Leistungen gesehen. Immerhin sind die Leistungen noch annehmbar und man kann keine schauspielerischen Totalausfälle verzeichnen.

So bleibt ein durchschnittlicher PM-Film mit guten Kämpfen, aber dazwischen ist meist tote Hose angesagt.

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