Tief in der C-Moviekiste grabend, kann man, wenn man Pech hat, auf wirklich üblen Müll treffen. „The Disciples“ ist so ein Produkt – eine Aneinanderreihung von Unzulänglichkeiten, die den Eindruck eines Pilotfilms, zu einer Serie, die nie gedreht werden sollte, hinterlässt. Wer für diesen Müll verantwortlich war, ließ sich schon nach der Produktion aus den Credits streichen und durch Alan Smithee ersetzen.
Optisch und auch vom Script her, erinnert dieser TV-Film stark an Serien wie „V.I.P“, auch wenn es hier ab und zu auch etwas härter zugeht. Die Bilder präsentieren sich grundsätzlich in Hochglanzlook und alle Personen tragen durchweg Designerklamotten. Ice-T selbst gibt hier einen Mentor, der eine Truppe von Männern und Frauen ausbildet, die für die Regierung die wildesten Aufträge übernimmt. Früher hat er mit Bruce Lee Monopoly (Kein Scheiß!) gespielt und auch an Fidel hat er sich versucht. Dieser ist derweil mächtig stinkig, weil sein bester Footballspieler lieber in den USA seine Kohle machen möchte, also schickt er ihm Killer hinterher und eine exorbitante Belohnung auf ihn aus. Seinen Wurfarm möchte er haben, was Ts Truppe nun verhindern muss.
Grundsätzlich muss „The Disciples“ als Megatrash betrachtet werden, sieht man in den Stunts, trotz dem hektischen Geschnippel und den vielen verklärenden „Wischeffekten“, stets, dass Doubles am Werk waren. Die Action ist meist völlig ununübersichtlich, da alles, um die vielen Mängel zu vertuschen. mit Close-Ups gefilmt worden ist. Leider halten sich die Konfrontationen in Grenzen, sind in ihren Ideen dann aber meist zum Brüllen. So wird sich unter anderem, mitten in der Stadt, mit kettensägenschwingenden Waldarbeitern angelegt oder in einer Polizeistation mit Plastiktüte über den Kopf gefightet.
Die Dialoge sind meist unfreiwillig komisch, die Zuschauer auch und bestenfalls Trash-Fans können dieser Produktion etwas abgewinnen. Naja, Fans von Eva Mendes vielleicht auch noch. Der oft aufgesetzt wirkende und alberne Humor übertrifft die wenigen guten Oneliner locker, der Storyverlauf selbst ist durchweg vorhersehbar, was zu chronisch langer Weile führt.
Fazit:
Wer nicht weiß, was er mit seiner Zeit anfangen soll und sie gern verschwenden möchte, der darf hier ohne nachzudenken zugreifen, wer aber ein Mindestmaß an gutem Geschmack besitzt, der sollte hierum einen großen Bogen machen. „The Disciples“ ist, abgesehen von vielen leicht bekleideten Frauen, eine absolute Katastrophe und nicht mal für B-Movie-Fans interessant. Finger weg..