"Election" bietet alles, was typisch-lockere Abendunterhaltung zu bieten haben muss: Humorige Szenen, etwas Romantik aber auch einen Schuss Tragik. Alexander Payne vermixt diese Zutaten in einer nett anzusehenden Highschool-Story, die gerade zum Ende hin nicht ganz so trivial daherkommt, wie so manch anderer Vertreter des Genres. "Tiefgründig" würde der Sache zwar nicht gerecht werden aber es ist halt wie im echten Leben auch nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen: Manche Dinge vergehen, manche Dinge ändern sich nie aber auch Neuanfänge sind immer möglich. Es tut gut, auch mal einen solchen Film zu sehen, der nicht geradlinig eine heile Welt propagiert.
Absolut überzeugend sind die Darstellerleistungen ausgefallen: Matthew Broderick gibt den jungen Lehrer, der zunehmend ins Trudeln kommt, die junge Reese Witherspoon die übermotivierte Streberin und Chris Klein macht das, was er schon in "American Pie" gut konnte: Den etwas schusseligen aber liebenswerten Highschool-Mädchenschwarm mimen.
"Election" kann man sich sehr gut mal antun, auch wenn es witzige Szenen nicht allzu oft gibt. Dafür stimmt das Drumherum und die sympathischen Darsteller sorgen für Nähe beim Zuschauer.