Unterstützt von hochkarätigen Comedians sorgen Chili das Schaf, Briegel der Busch und Bernd das Brot in dieser Spielfilmversion des Chili TV bekannten Mehrteilers "Drei für Robin Hood" für Aufregung im legendären Sherwood Forest. "Gold für die Armen, aber das Brot bleibt hier" - so lautet die Devise in Robin Hoods tapferer Bande. Kein Wunder, denn was hat auch ein deprimiertes Kastenbrot mit viel zu kurzen Armen im mittelalterlichen Sherwood Forest zu suchen, noch dazu mit einem tollkühnen Schaf und einem erfinderischen Busch im Gepäck?
Ich bin jetzt nun nicht gerade der typische Konsument des Kinderkanals, als RTL Samstag Nacht Comedian Tommy Krappweis die Figur des mürrischen Kastenbrots als dauerdeprimierten Mehlsuppenschlürfer entwarf, war sogar ich als alter Sack mit dabei.
Wer natürlich die Stoffpuppen Bernd das Brot, Chili das Schaf und Briegel den Busch nicht kennt wird mit 3 für Robin Hood natürlich herzlich wenig anfangen können. Im Prinzip ist es wie wenn die Augsburger Puppenkiste die Robin Hood Legende nachspielt, wobei es für ein Brot mit viel zu kurzen Armen naturgemäß schwierig ist einen Bogen zu spannen.
Nach dem Erfolg der Serie lag der Schritt zu einem Langfilm natürlich auf der Hand. Es gelang sogar ein gewisses Maß an menschlicher Prominenz für das Projekt zu gewinnen. Mit Christoph Maria Herbst, Hugo Egon Balder, Sissi Perlinger, Stefan Jürgens und Heike Siekmann hat man durchaus schauspielerische Kompetenz geladen, was aber natürlich Vor- und Nachteile hat, denn die Leute wollen natürlich auch ihre Screentime haben. Das ist zwar durchweg recht amüsant, wirklich ernst nimmt sich hier auch niemand, aber die Bernd-Fans werden doch häufig von einer längeren kastenbrotförmigen Fehlmenge behelligt.
So plätschert die Handlung zwar recht amüsant dahin, nur die echten Mördergags werden vermißt. Hier fällt das Prädikat ganz nett ein, aber an die kultigen Sachen wie Bernds Wetterberichte oder die Kika Nachtschleife, kommt die Filmvariante nicht heran. Für Fans ist das aber ein nettes Zubrot
7/10