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Die Drei von der Schankstelle

„Die Todeskralle des Karatetöters“… ein Titel, bei dem einem schon automatisch und vor dem Gucken die Backen dröhnen und Ohren wackeln… Erzählt wird in diesem frühen Eastern aus Südkorea (!) über einen legendären Kämpfer, der durch private Schicksalsschläge aber zum Versager und Säufer heruntergekommen ist. Doch als seine ehemalige große Liebe in eine gewaltvolle Zwangsehe gezogen wird und sein Ziehvater vom erinnerungswürdigen Bösewicht (gemein und gackernd in Unterhose!) erschossen wird, ist es an der Zeit zu besserer Form und arschtretender Rache zurückzukehren… 

Nicht Bruce Lee, nicht Bruce Lei - nur ein halbes koreanisches Ei! 

Was für ein weirder Querschläger und Kokolores… Die Prügeleien sind lang, aber qualitativ jetzt nicht gerade top oder kreativ. Die Kamera ist sehr unruhig. Die Figuren bekommen null Charakterisierung ab (ok, das kann an der handlungstechnisch eingekürzten deutschen Fassung liegen!). Der Hauptfighter wirkt wie ein dünnes Würstchen ohne Charisma - aber dafür mit Schnurrbart! Und die Liebesgeschichte ist schlicht lächerlich. Klar, im richtigen Umfeld mit Kung Fu-Verrückten und ca. drei Kästen Bier geht das schon alles noch trashig und voller Massenfights und Chaos durch. Einige Nebenfiguren sind famos bonkers, fast als wären sie zu einer Audition für die asiatischen Village People gekommen. Und Korea hatte ja bis dahin auch nicht allzu viel Ansehen oder Erfahrung auf dem Gebiet, wo ihnen ihre umliegenden Länder weit voraus waren. Dafür geht’s dann eventuell noch. Mit anderthalb zugedrückten Augen und in trashseliger Stimmung. Der bescheuerte Bösewicht bleibt noch im Gedächtnis. Der fünfzehnminütige (!) Showdown ermüdet und begeistert zugleich. Doch insgesamt ist das dann doch nur eher etwas für schmerzfreie und hobbyliebestrunkene Eastern-Allesgucker… 

Fazit: wilder, wirrer, whacky Koreaklopper ohne Sinn, Verstand oder Story - aber mit einer Menge Ausdauer… Puh. 

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