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Geschmack ist relativ. Humor sowieso. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass es auch im Komödien-Sektor manchmal Produktionen gibt, deren Existenz vielen Leuten grotesk erscheinen mag, die aber trotz ihrer offensichtlichen Sinnlosigkeit sehr wohl eine Daseinsberechtigung haben.

Denn was die Mannen um Vince Offer hier zusammengeschustert haben, hat mit der Bezeichnung „Film“ nicht mehr allzu viel gemein. Vielmehr gleichen die 90 Minuten einer wild durcheinandergewürfelten Gag-Revue ohne jeden Zusammenhang, deren Einzelbestandteile sich allenfalls in ihrem Grad der politischen Unkorrektheit unterscheiden. Dabei ist in erster Linie zu bemängeln, dass nur wenige Witze wirklich zünden – nette Ansätze wie die völlig überdrehte Batman-Persiflage am Anfang stellen noch die humoristischen Höhepunkte dar, spät-pubertäre Albernheiten wie den „Dickman“ oder die „Miss America Bag Lady Pageant“, ganz zu schweigen von einer Episode über Sex mit Leichen, braucht dagegen wirklich niemand.

Voll und ganz überzeugend ist allenfalls der rockige Soundtrack, der mit vielen Stücken aus dem Rock- und Punkbereich bestückt wurde und zudem noch ein recht gelungene Randy-Newman-Parodie zu bieten hat. Die Nummer „I Hate L.A.“ stellt ein weiteres echtes Highlight dar, kann sich aber gegen die übermäßig vielen unlustigen Einlagen nicht durchsetzen.

„The Underground Comedy Movie“ ist filmgewordener Irrsinn in Reinform, dargeboten als reichlich abgedrehte Collage aus allerlei Geschmacklosigkeiten, deren Unterhaltungswert sich allerdings stark in Grenzen hält, da der Großteil der zotigen Gags einfach nur platt und dumm ist. Geschmacksache eben.

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