Einigkeit, Geschlecht und Freiheit
„Hedwig & The Angry Inch“ darf gefühlt in keiner Liste der größten Kultfilme aller Zeiten fehlen. Und womit? Mit Recht! In der Musikdramödie folgen wir einer Musikerin auf kleiner Tour durch die Staaten - und dabei hören wir nicht nur ihre Songs, sondern vor allem ihren Werdegang vom kleinen Jungen hinter'm eisernen Vorhang in Ostberlin zum „weltweit ignorierten Rockidol“ zwischen den Geschlechtern, Verehrern und Hatern…
Würstchen im Rockmantel
Keine Eule, kein Mann, keine Frau - ein Superstar und Wegbereiter! „Hedwig & The Angry Inch“ hat natürlich Kult und Rebellion überall drauf stehen, Wut im Bauch und Eier in der Hose. Aber es hat absolut seinen Gründe, warum er mittlerweile sogar in der Criterion Collection angekommen ist und als Meilenstein, moderner Klassiker gilt. Im Musikfilmgenre, aber vor allem als Transgenderstatement, Queermovie und Grenzensprenger. Vorausdenkend, vorausschauend, vorausrockend! Von der DDR bis in die Pampas der Staaten, vom Penis zum wütenden Andenken, vom Genie bis in die letzten Bars und Absteigen, von Vorurteilen und der brachialen Widerlegung dieser. Ein echtes Original, unerreicht und nicht kopierbar. Alles andere als Witzfiguren, alles andere als nur Show und Glitzer. Glam Rock mit Chuzpe, mit Tiefgang, mit Melancholie und Weisheit - aber der Spaß wird nie vergessen. Ganz im Gegenteil!
Fazit: starker und einzigartiger Musikfilm über Identität, Selbstfindung, Kreativität und Rockmusik! Hedwig ist zurecht Kult!