Waren das noch Zeiten, als ein gewisser Karateweltmeister ungeniert Tritte und Kopfschüsse verteilen durfte. Nur sind die 80er schon längst vorbei. Heute ist der Held fast 70 und somit auch zu alt, um an alte Leistungen anknüpfen zu können. Aber vor 15 Jahren war er noch fit, trotzdem ging es runter ins PG-13 Metier.
Chuck Norris wird als Jake Wilder (!!) reaktiviert um nen Mord aufzuklären (Seagal musste zur selben zeit nen Zug stoppen, van Damme General Bison; ging also nur noch der bärtige); dabei hilft ihm Einstein, ein Partner mit ner kalten schnauze (für gaaaaanz arme), der intelligenter scheint als Lundgren und Dudikoff zusammen, jedoch eher als Schoßhündchen durchginge. Als (un)gleiches Team wird die klischeehaft dargestellte rechte Szene auseinander genommen.
Chuck zeigt mehrere Roundhousekicks und Drehschläge, plättet zig Nazis mit Pumpgun und bösem Blick; alles ganz gut inszeniert mit guter, klassischer Action, halt nur unblutig und knacklos. Hätte man die ganzen Prügeleien und Shootouts mit einigen roten Beuteln und Seagalbrüchen versehen, sowie den Köter und den abgefuckten Jungen entfernt, bekäme der Streifen 10 Punkte von mir. Zur Schauspielleistung: Chuck bietet hier sogar zwei verschiedene Gesichter - mit offenen bzw. mit geschlossenen Augen. Als Highlight präsentiert er uns seine diesmal rasierte Brust, dessen Haare wohl der viel zu harmlose Vierbeiner beklebt bekam.
Eigentlich ein nettes Filmchen mit hohem Trashfaktor. Man wird einigermaßen unterhalten, dem Actionfan geht manchmal ein Herz auf, Norrisfans sowieso. Nur wäre soviel mehr drin gewesen. Bruder und Regisseur Aaron Norris zeigt zwar, dass er was draufhat, darf aber leider nicht über FSK12 hinaus. Schade...