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Das ist eine der schwächsten mir bekannten Frankensteinverfilmungen. Selbst für ein altmodisches Gruselstück ist sie noch erstaunlich zäh. Mit Rockstar Sting in der Rolle des berühmtesten Wissenschaftlers in der Geschichte des Horrors könnte ich noch leben, auch wenn er ausschließlich blassiert und arrogant rüberkommt. Doch schon das Monster kann man kaum als solches bezeichnen, denn es sieht nicht wie eines aus und benimmt sich auch kaum so. Die Kreatur ist lediglich geistig zurückgeblieben, quasi ein Kind gefangen im Körper eines kräftigen Mannes, und ebenso wenig schrecklich oder faszinierend wie die viel zu makellose Braut. Nach einem stimmungsvollen Auftakt im Laboratorium des alten Schlosses fällt der Film bereits komplett auseinander und nimmt nur noch selten ein wenig an Fahrt auf, weil das trottelige Wesen bevorzugt mit irgendwelchen Zirkuszwergen ziellos in der Gegend rumtourt.