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Aus Gründen transportiert ein Schiff einen riesigen Affen nach irgendwo. Der Hüne bricht aus und fängt an zu randalieren, verguckt sich in eine Blondine und schlägt sich mit dem Militär herum. So weit, so bekannt.
Der von Paul Leder inszenierte Streifen mit den Sternchen im Titel versucht sich dazu im Aufbau eines Szenarios rund um einen Filmdreh in Südkorea mit einer US-amerikanischen Darstellerin. Hilft alles nichts, der Plot bleibt hanebüchen und uninspiriert zusammengezimmert und macht falsch, was man falsch machen kann.

Da stakst das human ausgefüllte Affenkostüm durch Modellkulissen, kämpft mit einem (echt und tot aussehenden) Hai, wirft mit einer Schlange gen Kamera oder guckt einfach doof in die Gegend. Wobei der haarige Riese bei seinen Aktionen meist recht unmotiviert wirkt.
Das Ensemble ist semi-talentiert, in der deutschen Synchro bekommt der koreanische Captain Kim noch einen bayerischen Dialekt. Vorsatz oder Fahrlässigkeit, es passt nicht. Wie einiges hier, denn auch das Paar aus Schauspielerin Marilyn und dem dauergeilen Tom ist nur stumpf und langweilig, der meist missgelaunt telefonierende Militäroffizier Davis ist vielleicht für sowas wie Humor zuständig. Kann man aber nicht sicher sagen. Es stellt sich schnell eine Grundskepsis gegen alles und jeden ein, die der Streifen selbstbewusst bis zum Ende befeuert.

Dass man den A und P und E nie im gleichen Bild wie die panischen Menschen sieht, könnte einem zu denken geben. Aber diese Absicht will ich dem Werk gar nicht unterstellen. Wobei man das Zottelmonster offenbar eh erst entdeckt, wenn man knapp drei Meter entfernt ist. Kann man auch mal übersehen, so einen 12-Meter-Primaten.
Die Action ist so öde wie alles zum Thema Größenunterschied, die Kulissen reihen sich in das allgemeine Niveau ein. Unterm Strich ist das hier aber immerhin schon wieder so schön dilettantisch, dass man sich einfach darüber amüsieren sollte. Es bleibt einem auch nichts anderes übrig, ansonsten drohen ernsthafte Hirnschäden. Das Teil ist einfach auf mehreren Ebenen ein Verlustgeschäft. Die Kadrierung fühlt sich zu oft einfach nur falsch an, die Musik dudelt und nervt irgendwann gehörig in ihren Wiederholungen und man lernt, wie lustig doch so eine Marionette sein kann.

„Wo zum Teufel glotzen sie hin, ist meine Hose offen?“

„A*P*E“ ist ein stinklangweiliger Monsterfilm, langsam und ohne auch nur ansatzweise durchdachtes Erzählen, dafür mit immer wieder unpassend-wolllüstigem Unterton. Sowie mit einem stümperhaften Riesenaffen, dem Versuch von Witz, einigen doofen Menschen und unmotiviert vorgetragener Zerstörung. Den Mittelfinger kann ich da nur zurückgeben.

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