Review

Schnorch!
Ich weiß nicht mehr so genau, was mich geritten hat, mir „Nine Lives“ einzupfeifen. Eigentlich erinnere ich mich sowieso an ziemlich wenig in Bezug auf den Film.
Liegt vielleicht daran, daß ich selten etwas so Unoriginelles und wenig Durchdachtes gesehen habe.

Also: neun Freunde oder so treffen sich auf ein eingeschneites Weekend auf einem schottischen Schloß jenseits derer von Highland. Dort geht kein Handy und es gibt kein Fernsehen, aber in geheimen Wandnischen besessene Bücher über einen finsteren Typ namens Murray, der wiederkehren wird, weswegen er über den Prozeß eine Kupferstichanleitung beigelegt hat. Alsbald fangen die bisher relativ netten und unkomplizierten Leute an, sich gegenseitig niederzumeucheln und wer den Täter killt, der bekommt den Abschlachtvirus als Nächster zugeteilt.

Womit wir zum x-ten Male beim Neun-kleine-Negerlein-Bodycount wären, der sich so einfallslos und undurchsichtig abspielt, wie schon lange nicht mehr. Irgendein brünettes Mäuselein kommt schon früh auf den Dreh, weswegen sie sich für den Rest des Film den Wolf labert und keiner ihr glaubt. Alle anderen müssen früher oder später dran glauben, aber das berührt einen keineswegs.
Paris Hilton spielt übrigens auch mit, praktisch sich selbst, die reiche Egozicke, aber mit freundlichem Touch, weswegen sie sich auch gleich als erste mit Messer im Bauch verabschiedet. Ja, hätte ich auch so gemacht, denn „Nine Lives“ ist keine gute Inspiration, um eine Filmkarriere zu beginnen.

Es gibt übrigens keinen Gore und keine Schocks, dafür endlose Diskussionen von Leuten, die sich nur dadurch unterscheiden, daß einer ne Brille trägt.
Wer sich also mal knapp 90 Minuten unaufgeregt langweilen will, ist hier genau richtig, samt des Beweises, daß Briten die Finger von Slashern lassen sollten. Die können die Amis schon allein gut genug zuschande richten. (2/10)

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