"Death Wish - Ein Mann sieht rot" stellt den Auftakt zu einer Selbstjustiz - Filmreihe dar. Dabei entwickelt sich die Figur Paul so nach und nach mehr oder weniger glaubwürdig zu einem Rächer. Besonders schade und seltsam ist dabei, dass er seine "Opfer" wahllos auswählt und sich überhaupt nicht um die Mörder seiner Frau kümmert. Der Film lässt sich viel Zeit, um Paul vom Selbstschutz zur Selbstjustiz übergehen zu lassen und hat dadurch auch ein paar kleiner Längen aufzuweisen. Krimi- oder Thrillerfreunde dürfte dies aber weniger stören.
Action gibt es relativ wenig (und diesbezüglich auch nichts besonders Sehenswertes), ein Finale kann der Streifen im Prinzip auch nicht vorweisen und auch Blut fließt nur sehr sehr sparsam. Dafür kann die Geschichte wenigstens mit ein wenig Spannung punkten.
Die Darsteller können in ihren Rollen meist überzeugen. Charles Bronson kann man hier allerdings fast mit Steven Seagal vergleichen - irgendwie hat er nicht besonders viele Mimiken drauf. Die Trauer um seine Familie konnte ich ihm definitiv nicht abkaufen. Interessant (aber nicht überragend) ist dagenen Jeff Goldblum in einer Nebenrolle als Vergewaltiger.
"Death Wish" ist kein erstklassiger Film, aber auch kein schlechter.
noch 6 Punkte