Mit Ein Mann sieht Rot alias Death Wish von Regisseur Michael Winner aus dem Jahr 1974 feierte Hollywood Legende Charles Bronson einen großen Erfolg, wobei der Film Fluch und Segen zugleich war für Bronson.
Dabei beginnt alles sehr harmonisch denn Winners Streifen zeigt das Ehepaar Paul sowie Joanna Kersey Anfangs bei einem Hawaii Urlaub. Nach der Rückkehr nach New York ist allerdings schnell mit den Glücksgefühlen vorbei, als Pauls Frau sowie dessen Tochter überfallen werden in der eigenen Wohnung. Während die Täter unerkannt fliehen, stirbt die Frau während Tochter Carol traumatisiert nur noch ein Wrack ist. Fassungslos muss Paul Kersey zudem erfahren das die Polizei praktisch keine Chance hat die Täter zu fassen. Als Paul kurze Zeit später beruflich nach Arizona reist wird er mit der dortigen Mentalität konfrontiert, welche recht offen Selbstjustiz propagiert. Wieder zurück in New York beginnt dieser mit einer geschenkten Waffe gezielt Verbrecher zu erschießen. Während die Presse beginnt die Taten zu feiern und Paul zum Rächer stilisiert wird, kommt die Polizei in Form von Frank Ochoa diesem langsam auf die Spur....
Handwerklich gesehen kann man Winners Film praktisch keine Vorwürfe machen. Kamera, Schauspieler sowie Regie sind gut und auch in Sachen Spannung überzeugt der Film. In Sachen Action gibt es kurze aber gut gemachte Schusswechsel.So bleibt aber das große Kernproblem das der Film eine enorme Erzreaktionäre Haltung propagiert und Selbstjustiz hier praktisch zu einzigen Alternative wird in einer Stadt, in welcher scheinbar es nur so vor Freaks sowie Geisterkranken und Verbrechern wimmelt. So mag es aus Sicht des Filmes nur auch logisch zu sein das die Polizei Paul zum Schluss ungeschoren davon kommen lässt und Pauls Wandlung vom Pazifisten zum gnadenlosen Rächer viel zu schnell vor statten geht.
Damit ergeben sich solide 5 Punkte für den Auftakt der Reihe, welche den Hauptdarsteller auf die Rolle des Rächers festlegte.