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Keine Frage "The Woodsman" behandelt ein äußerst heikles Thema: die Rückehr eines Pädophilen in die Gesellschaft und sein verzweilfelter Versuch "normal" zu werden.

Meines Erachtens wurde wurde hier aber mit der nötigen Distanz und Sensibilität gearbeitet, so werden weder die Taten des Charakters von Hauptdarsteller Kevon Bacon verharmlost werden, noch tut seine Figur dem Zuschauer wirklich leid bei den Schwierigkeiten, die er mit der Zeit in seinem nahem Umfeld zu bewältigen hat (wie reagieren seine Freundin, seine Kollegen auf seine dunkle Vergangenheit?). Ein Held oder Anti-Held ist diese Figur nicht.

Dabei liefert Bacon sicher eine seiner besten Leistungen ab. Seine Mimik spiegelt realistisch perfekt die innere Zerissenheit zwischen Moral bzw. dem Willen zur Besserung und einer schwer abschaltbaren erotischen Anziehung zu Minderjährigen Mädchen wieder. Dazu nur am Rande: diese werden in keinster Weise als sexualisierbare Objekte dargestellt, damit sich echte Pädophile ergözen können.

Alles in allem ist "The Woodsman" ein toller, stiller Film, der sich fast nahtlos an Genre-Perlen wie z.B. Mystic River anfügt.

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