Review

Erstsichtung. Und so überhaupt nicht das, was ich mir erwartet hatte. Wo ist da der "Skandal"? Abgesehen natürlich davon, dass Kim Basinger erst zusagte & dann ausstieg & daraufhin auf satte neun Mille Schadenersatz verklagt wurde. Und so durfte Sherilyn Fenn als Titelfigur Helena übernehmen, die zwar nicht boxt, dafür aber Männer verschlingt & auf deren Gefühle mehr oder weniger kackt.

Damit muss auch der begnadete Chirurg Dr. Nick Cavanaugh (Julian Sands) klarkommen, der ihr seit einem One-Night-Stand verfallen ist. Tut er aber nicht, da er gehörig einen an der Waffel hat. Mitschuld daran haben seine Eltern, allen voran die Mama (Meg Register, Star von Fulcis Demonia). Nick ist vom egozentrischen Vamp völlig besessen, er kann & will kein "Nein" akzeptieren, selbst wenn sie es ihm ins Gesicht schnauzt. Aber, wie man so sagt, Gelegenheit macht Diebe klaut Beine. Nach einem Unfall mit Fahrerflucht versteckt er Helena in seiner Villa & "kümmert" sich aufopfernd um sie.

Klar, die Geschichte hätte das Potenzial für einen skandalösen Reißer gehabt, aber Regisseurin Jennifer Lynch übt sich in Zurückhaltung & überlässt so ziemlich alles der Phantasie des Publikums. Hinzu kommt, dass Davids Tochter einen hintergründig-bizarren Sinn für Humor hat. Also, entweder das oder ihr Film ist bei diesem Zuschauer falsch angekommen. Ich fand das Gezeigte phasenweise sehr lustig. Jetzt nicht darauf bezogen, was er Helena antut, sondern wie dies präsentiert wird, wie dies gespielt ist. Die Nebendarsteller sind da auch keine Hilfe. Jedes Mal, wenn Bill Paxton machohaft herumstolziert oder Art Garfunkel herumschlurft, muss ich grinsen. Und so bleibt unterm Strich (für mich) nicht mehr übrig als schick inszenierte Hochglanz-Erotik mit perversen Guilty-Pleasure-Vibes.

Details
Ähnliche Filme