Review

The Blade

"The One Armed Swordsmen"!!!

Die Thematik oder besser gesagt der Film "TOAS" diente als Vorlage für Tsui Harks Adaption des siebziger Jahre Streifens, in dem Jimmy Wang Yu die Hauptrolle spielte. Erzählt wird die Geschichte vom jungen On (Zhao Wen Zhao), sowie von Siu Ling die Tochter eines angesehenen Waffenschmiedes, in dessen Betrieb On beschäftigt ist. On plagen schon seit längeren einige Fragen die ihm aber niemand wirklich beantworten kann bzw. will! Dabei spielt ein zerbrochenes Schwert eine größere Rolle als ihm anfangs bewusst ist.

Da On hart arbeitet und er immer sehr diszipliniert auftritt fasst sein Meister, bei dessen Rücktritt, den Entschluss ihm seinen Posten zu überlassen. Diese Entscheidung führt zu Spannungen innerhalb des Clans, woraufhin On sich entschließt den Posten abzulehnen und die Schmiede zu verlassen. Sein einziger Begleiter ist sein Freund Iron Head. Beim Abschied sagen verplappert sich Siu Ling und somit erlangt On die Erkenntnis über seine Vergangenheit. Unter anderem z.B. das sein Vater im Duell gegen, den am ganzen Körper tätowierten, Fei Lung (Xiong Xin Xin) unterlag und die abgebrochene Klinge seinem Vater gehörte. Im weiteren Verlauf des Filmes soll On im Kampf gegen ein paar Banditen seinen rechten Arm verlieren. Doch trotz dieses schweren Rückschlags ist er mehr als motiviert, mit diesem Handicap, Kung Fu bzw. den Umgang mit dem zerbrochenen Schwert zu erlernen, um anschließend blutigste Rache an Fei Lung zu nehmen…


Tsui Hark, Meister beim Neudefinieren sämtlicher Filmregeln, mal wieder auf dem Regiestuhl. Fette Sache. Ziemlich schnell wird klar das er mit seinen Ansichten und vor allem beim visualisieren ein richtig krankes Hirn hat. Das dies nur positiv sein kann hat er schon zigmal bewiesen (A Chinese Ghost Story, Peking Opera Blues usw.). Auch diesmal wird der Zuschauer mit einer Bilderflut bombardiert, welche zwar Geschmackssache seine dürfte, die aber so packend daher kommt das es sehr schwer fällt diese zelebrierte Kinetik mit Worten zu visualisieren! Oftmals werden Körperpartien fokussiert nur um im nächsten Moment das wirre Kampfgetümmel aus der Ferne zu zeigen. Unglaubliche Dynamik macht die Kampfchoreographien zu einen Fest der Sinne. Allerdings muss ich sagen dass der Film sehr, sehr schnell geschnitten wurde, weshalb die auf einen herein brechende Bilderflut das optisch Erfasste auch mal schwer realisierbar macht! Wie gesagt, dies ist a) eh Geschmackssache und b) ein typisches Stilmittel von Tsui Hark.

Die Darsteller sind alle passend besetzt und Zhao Wen Zhou ist die perfekte Wahl für diesen Part. In meinen Augen könnte er ein Jet Li-Nachfolger sein, der aber im Gegensatz zu diesem, sein offensichtliches Talent in viel zu vielen B-Movies (z.B. Body Weapon) verheizt! Die Geschichte ist auch gar nicht mal so übel obwohl es sich, sehr typisch für einen Hongkong-Film, um eine Rache-Story handelt. Schluss und Letztendlich zählt aber sowieso nur die Martial Arts-Action und die ist mal wieder eine Augenweide. Die Körper der Kämpfer werden zur lebenden Waffe und fuhrwerken über den Bildschirm wie ein Twister. Dabei brechen auch mal die Knochen und Blutfontänen werden zum Besten gegeben. Spätestens jedoch der Showdown lässt eventuelle Ungereimtheiten oder Patzer vergessen und ist jeden Cent wert!

Als Vergleich könnte man Donnie Yens "Legend of the Wolf" erwähnen, der auch eine gandenlose Rachestory + Martial Arts-Action bietet und dieser selbst für Hongkong-Verhältnisse eine einmalige Produktion darstellt.

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