Im Zuge der Zombiewelle entstand im Jahr 1981 ein mittlerweile in Fankreisen zum Klassiker gewordener Mumienstreifen, der schon vor längerer Zeit seine DVD-Erstauswertung hatte. Inzwischen wird er auf Börsen für ca. 5 € verramscht, da die Lizenzen von etlichen Labels erstanden wurden und dadurch ein jeder auf die schnelle Mücke hofft. Dafür wurde allerdings allzu oft auf Extras verzichtet und auch die Bildqualität kann man getrost unter grau bis gräulich abtun.
Dennoch wusste „Laser Paradise“, die „Die Mumie des Pharao“ als erste in Deutschland auf DVD brannte, dass es sich lohnt, diesen bis dato nur schwer zu bekommenden Film neu und ungekürzt herauszubringen.
Denn Liebhaber des Genres können sich hier der Freude gewiss sein, einen harten bzw. trashig schleimigen Mumienfilm betrachten zu können. Vieles ist sicherlich lächerlich – angefangen bei den Masken der alten Ägypter über die Darsteller aus dem Pornogenre bis zu den unglaublichen Dialogen – doch weiß der Film dennoch eine einigermaßen spannende Story zu erzählen und den Zuschauer immer wieder mit den derben Effekten zu unterhalten. Gegenüber seinen italienischen Zombie-Originalen kann „Die Mumie des Pharao“ sicherlich nicht mithalten, denn dafür hat der Regisseur zu wenig Ahnung von Kameraführung und gekonntem Aufbau von gruseliger Atmosphäre (ja, trotz aller Kritik war L. Fulci in vielen seiner Filme dazu wirklich in der Lage!), doch knapp 90 Minuten Spaß bieten sich hier dennoch. Der Gorehound hat sich im übrigen schon öfters an dem tollen, ersten „Lexikon des Horror-Films“ von Ronald M. Hahn und Volker Jansen orientieren können, die bekanntlich alles, was nur ein wenig blutig war, in diesem ihrem Buch zerrissen haben. So schrieben sie bereits 1985 zu „Die Mumie des Pharao“ folgende Kritik, die einen in den Achtzigern schon unfreiwillig neugierig auf den Film gemacht hat: „Ein amateurhaftes Schudderprodukt, mit Knallchargen gedreht, schlampig synchronisiert...unsäglich langweilig.“ Hinzu setzten sie eine Kritik von Otto Kuhn, der im „Filmbeobachter“ wohl Folgendes schrieb: „Den Vogel....schießt der Maskenbildner ab, der seine Lehrzeit offenbar damit verbracht hat, zwischen dem Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds und einem Schlachthof zu pendeln.“ Na wenn das mal keine gute Werbung ist!