Eine Gruppe von Fotografen und Models reist zwecks Aufnahmen nach Ägypten, wo ein paar Grabräuber gerade in einer Grabstätte nach einem Schatz suchen und da sich die dort begrabene Mumie fluchbedingt in ihrer Totenruhe gestört fühlt, erwacht diese zusammen mit ihrer Zombiearmee, um den Störern zu Leibe zu rücken.
Dieses Mumien-Zombie-Crossoverfilmchen fängt gar nicht schlecht an, denn nach einem Blick in die Vergangenheit, in der der Pharao zusammen mit seinen Kumpels mit dem Fluch belegt und verscharrt wurde, gibt es die Entdeckung des Grabes durch die Räuber zu begutachten, die wegen der fauligen Luft erstmal mit der Durchsuchung eine Nacht warten wollen, was ein paar andere böse Buben nutzen, um selbst nach dem Gold zu suchen und prompt die Rechnung tragen. Das ganze wird athmophärisch vorgetragen und die dunklen Kammern und die stimmige Musik können einen gewissen Gruselflair erzeugen.
Doch dieser Eindruck wird bald zunichte gemacht, denn spätestens mit dem Auftritt der Fototruppe verfällt der Film in nervige Belanglosigkeiten. So bedienen die Mitglieder der Gruppe sämtliche Klischees, wie das nur aufs Äußere bedacht Model, das sich lieber die Fußnägel lackiert anstatt sich die Pyramiden anzusehen, an denen man gerade vorbeifährt, der Jointdreher oder das toughe Blackgirl. Von diesen Charakterisierungen bleibt im weiteren Verlauf des Films allerdings nicht viel übrig, denn zunehmend verfallen die Figuren zu kreischenden und tölpelhaften Deppen.
Die schauspielerischen Leistungen der Mimen sind ebenso schwach und Angst- oder Panikdarstellungen regen zum Schmunzeln anstatt zum Mitzittern an.
Zu Lachen gibt es bei niedriggeistigen Dialogen und Drehbuchunfug, aber die meiste Zeit hatte ich das Verlangen, das Vorspulknöpfchen zu betätigen.
Goretechnisch reist der Film ebenfalls nicht viel. Die Mumie frönt meist dem unblutigen Erwürgen und wenn sie mal ein Hackebeil schwingt, dann ist das ganze nicht sehr fein ausgearbeitet, wie man besonders in der "Messer auf den Gummikopp"-Szene sehen kann. Die Zombies, die mitten im Streifen plötzlich aus dem Wüstensand kommen (warum auch immer, denn ich hatte sie eigentlich zusammen mit der Mumie in der Grabkammer vermutet), ernähren sich dann zwar von menschlichem Fleisch, aber die Fressereien können optisch nicht überzeugen und im sehr dunklen Finale kann man sowieso nichts erkennen. Die Idee mit der geplatzten Hochzeit ist nicht übel, aber haut ebenso nicht vom (Kamel-)Ho(e)cker.
Insgesamt stellt sich bei "Die Mumie des Pharao" hauptsächlich Langeweile ein, die Trashqualitäten und minimale Ansätze von Athmosphäre verschluckt.