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Als Jamie eines Abends nach Hause kommt, trifft sie einen Unbekannten in ihrer Wohnung an. Dieser stellt sich als Jack vor, und behauptet, der Bruder ihres Freundes Max zu sein. Doch seine Geschichten stellen sich eine nach der anderen als Lügen heraus. Als Max hinzukommt und ihn unter Druck setzt, rückt Jack endlich mit der Wahrheit heraus: beide sollen bei einem Deal helfen. Geplant ist eine geheime Übergabe spanischer Antiquitäten aus dem Königshaus. Für diesen Dienst will Jack eine Million Dollar kassieren. Geld, das Jamie und Max auch gut gebrauchen könnten.

Erstmal Kompliment an den deutschen Vertrieb, der es schaffte mir die DVD doppelt zu verkaufen, da in Deutschland der Film sowohl unter dem Namen Double Cross aber auch als Spanish Judges auf DVD vertrieben wird. Immerhin gibt es einen netten Thriller mit Kammerspiel Charakter zu sehen, der sich konsequent in einer Nacht spielt und mit der Wohnung des Gangsterpaares Max und Jamie auch eine zentrale Location hat, in dem der Großteil der Handlung sich abspielt.
Finanziell spielt man eher in einer kleineren Liga, schaffte es aber nichtsdestotrotz einen sehr guten Cast auf die Beine zu stellen, die sich in ihren schrägen Figuren auch austoben dürfen, aber auch das Drehbuch weist eine gelungene Pfiffigkeit auf und wendet regelmäßig das Blatt der Geschichte. Allein das Zusammenspiel zwischen Kontrollfreak Max, Giftmischerin Jamie, Manipulierer Jack, Mann fürs grobe Piece und seiner Freundin von Mars ist erfrischend skurril und sorgt beinahe automatisch für heitere Momente.
Natürlich läuft es darauf hinaus das der versprochene 100K Deal den Max vorgibt nur der große Anlauf dazu ist, das so ziemlich jeder jeden anlügt und hintergeht. Das ist aber trotz kleinerer Längen ab und an recht gut gelungen, da verstehe ich manche schlechten Kritiken nicht so wirklich. Klar, das Cover zieht Vergleiche zu Tarantino, aber die sind eher in geringem Maße vorhanden.
Trotz kleinerer Schwächen weiß der Thriller durchaus zu gefallen. Die 18er Freigabe ist allerdings schon ein wenig hart, wirklich brutal geht es hier nicht zur Sache. Auch der Showdown ist im Vergleich zum Rest nicht wirklich spritzig, da man allein vom restlichen Film noch mindestens 23 Twists und Turns erwartet, aber zumindest hat Mars-Freundin den Schlußgag auf ihrer Seite, wovon sie selbst aber nicht mehr viel von hat. Für mich aber ein kleiner doch feiner Genrebeitrag.
6/10

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