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Eine Expedition begibt sich in das vergessene Land Caprona, um dort nach den Verschollenen zu suchen und gerät in einen Überlebenskampf durch Dinosaurier- und Ureinwohnerattacken.

Zwei Jahre nach seinem finanziell erfolgreichen "Caprona - Das vergessene Land" schickte Regisseur Kevin Connor erneut eine Gruppe Menschen in das Land, in dem die Zeit stehen geblieben ist und verlässt sich wieder auf die Rezeptur aus Abenteuer, Action und Monstern.
Die Expedition besteht aus vier Leuten, nämlich einem Piloten, einem älteren Wissenschaftler, einer jungen Reporterin und einem Freund des im ersten Teil auf der Insel verschollenen Tyler. Letzterer übernimmt wie bereits Doug McClure im ersten Teil, der hier einem bärtigen und behaarten Nebenauftritt hat, die Heldenrolle und natürlich lässt sich trotz der anfänglichen Abneigung zwischen ihm und der Reporterin eine aufkeimende Liebesbeziehung nicht verhindern, aber diese nimmt zum Glück nur eine geringe Laufzeit in Anspruch.
Auch die mit Freude herbeigesehnten Dinosaurierszenen fallen relativ kurz aus, unterhalten aber durch Vielseitigkeit und sind vor allem in der ersten Hälfte des Films zahlreich vertreten. So gibt es eine Attacke eines Pterodactyls auf das Flugzeug der Expedition, einen Stegosaurus mit langer Leitung, der zum Abschlepper umfunktioniert wird und fleischfressende Dinos, die sich leicht vertreiben lassen.
All diese Urwelttiere wurden sehr simpel umgesetzt, meist durch pappmachéartige Puppen, aber das ist man ja bereits aus dem ersten Caprona-Film gewohnt und lässt einen gewissen Charme ebenso wie die zahlreichen Rückprojektorensequenzen nicht missen.
Nachdem unsere Expedition dann auf eine freundlich gesinnte Einwohnerin gestossen ist, die mit einem groß(artig)en Dekolleté ausgestattet ist, dass es ein Wunder ist, dass dort nichts heraushüpft, wird aus dem Monsterspektakel leider zunehmend ein mäßiges Herumgebalge mit dem bösen Neandertalergrüppchen. Hier gibt es viele Kampfszenen, die nicht mehr den Spannungsgrad des vorherigen Geschehens aufweisen und zudem sehen die maskierten Männer und vor allem ihr grünhäutiger Anführer eher zum Lächeln als zum Fürchten aus. Naja, immerhin macht deren Totenkopfbehausung, die der Castle Grayskull vom begehrten Spielobjekt meiner Kindheit He-Man nicht unähnlich sieht, optisch einiges her und solch schöne Zwischenideen wie die Flucht durch den Höhlengang, in dem Schlangenköpfe mit funkelnd grünen Augen aus Öffnungen glotzen und schnappen, lockern das ansonsten eher maue Treiben nochmal auf.

Insgesamt fällt "Caprona 2 - Die Rückkehr der Dinosaurier" sowohl spannungs- als auch unterhaltungstechnisch etwas hinter dem ersten Teil zurück, doch einen verregneten Sonntagnachmittag weiß er ohne weiteres zu versüßen, sofern man günstig inszenierter Dinosaurierabenteuer nicht abgeneigt ist.

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