Nach Nigel Marvens Landabenteuer gab es einen weiteren Nachzügler zu „Im Reich der Giganten", passenderweise begibt er sich diesmal in die gefährlichen Tiefen der urzeitlichen Meere. Bei seinen Abenteuern bekommt er diesmal tatkräftige Unterstützung durch eine Schiffscrew und allerlei technischem Schnickschnack, wie Unterwasserkameras, Sonargeräte und Taucherkettenhemd.
Nicht nur der Titel hat einen „dezent" reißerischen Unterton, auch die Aufmachung der urzeitlichen Reise als die „Top Sieben der gefährlichsten Meere der Urzeit" folgt dieser vielleicht etwas plump wirkenden Art und Weise, alles damals Lebende als bösartige Kreaturen abzustempeln. Dazu passend auch der zweifelhafte „Sieger", das Meer der Kreidezeit, welches hier auch als „Aquarium des Teufels" bezeichnet wird. Puristen werden sich an dieser Machart eventuell stören, ebenso wie das zeitliche Hin-und-her-Gespringe zwischen den einzelnen Zeitaltern, mir war's ehrlich gesagt egal, denn nie wurde das maritime Leben in der Urzeit so detailgetreu animiert wie hier. Die Computertricks sind dabei auf gewohnt hohem Niveau, wie man es aus der bisherigen BBC-Urzeitreihe gewohnt ist.
Bei „Monster der Tiefe" handelt es sich um einen sinnvollen Nachschub zum „Reich der Giganten", denn die urzeitlichen Tiere des Meeres kamen damals doch etwas zu kurz. Die Darstellung der Lebewesen entspricht zum Großteil auch dem Stand der Wissenschaft, nur ärgerlich, dass bei einigen Tieren bei den BBC-Machern wieder mal im wahrsten Sinne des Wortes der Größenwahn regierte, denn Megalodon und Basilosaurus wurden hier eben mal um etliche Meter verlängert. Warum man sich einfach nicht an die bekannten Knochenfunde halten kann, ist mir rätselhaft. Das wäre dann aber auch der einzige Kritikpunkt und den ziehe ich von der Gesamtwertung ab.