Zum Glück ist meine Wahl, welchen Film ich heute Abend bzw. Nacht gucke, auf diesen hier gefallen. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sich hinter diesem unscheinbaren Film ein solch ausgezeichneter Thriller verbirgt. Allein schon die traumatische Einführungssequenz ist einen Blick wert.
Der Film nimmt erst im weiteren Verlauf so richtig Fahrt auf. Dabei wird man als Zuschauer immer misstrauischer und fühlt sich sehr gut in die Lage des von Jeff Bridges überzeugend - wenn auch nicht perfekt - gespielten Protagonisten Faraday versetzt. Tim Robbins mimt in hervorragender Verfassung den Bösewicht, welche Rolle genauso gut zu ihm passt wie viele seiner "guten" Rollen. Der weitere Ablauf der Handlung und die Entwicklung der Charaktere ist dabei selten durchschaubar. Im Prinzip weiß der Zuschauer kaum mehr als die Hauptfigur selbst und das kommt dem Film sehr zu gute. Das Tempo und die Spannung steigern sich während des Films bis ins unermessliche, was einen gerade im Schlussspurt so richtig fordert, wenn der Film seinen entscheidenden Höhepunkt in einer fiesen und finsteren Auflösung erreicht, die aktueller nicht sein könnte und wohl kaum jemanden kalt lassen kann. Das herausragende intelligente Drehbuch wird durch eine abwechslungsreiche Kameratechnik, die gen Ende immer hektischer wird und insgesamt sehr gelungen ist, und den unterstützenden Score zu einem filmischen Highlight umgesetzt.
Für mich einer der besten Thriller der letzten Jahre, wenn nicht sogar überhaupt.
Daher gibts von mir 9/10 ungewöhnlichen Nachbarn