Review

Arlington Road gehört meiner Meinung nach zu den am meisten unterschätztesten Filmen aller Zeiten. Ein Film der nicht mal annähernd die Anerkennung bekommt die er eigentlich verdient hat. Wenige kennen ihn und noch wenigere haben ihn gesehen. Aufgrund der Qualität des Streifen eine Schande wie ich finde.

Das Herzstück des Filmes ist sicherlich das Drehbuch von Ehren Krueger, welches für mich zu den besten der Filmgeschichte gehört. Von Anfang bis Ende spannend und ohne Logikfehler endet es schließlich absolut brillant. Darüberhinaus ist das Script so nah an der Realität, das es alles noch um so bedrohlicher wirken lässt. Über die ausgezeichneten Dialoge zu sprechen ist im Grunde genommen überflüssig.

Ebenfalls einen sehr starken Anteil an der Genialität des Streifens hat Regisseur Mark Pellington, der abseits dieses Filmes allerdings nichts besonders mehr zu Stande gebracht hat. Seine Regie ist genauso wie ich sie sehen will. Er experimentiert mit ausgefallenen Kamerafahrten, setzt Standbilder ein, dreht den Ton an manchen Stellen leise usw. Nie übertreibt er es und für jede Szene wirkt der Einsatz der jeweiligen Stilmittel angemessen.

Wie gesagt die technischen Aspekte sind einwandfrei. Vor allem auch die Ausleuchtung diverser Sequenzen sind brillant und geben dem Film an manchen Stellen einen leicht surrealen Touch wie z.B auf der Party. Verstärkt wird die durchgehend bedrohliche Atmosphäre noch durch einen kongenialen Score vom Maestro und Lynch Komponisten Angelo Badalementi, welcher sogar die Szenen in denen nicht viel los ist sauspannend werden lässt.

Ach ja und nun die Schauspieler die ebenfalls genial sind. Der großartige Jeff Bridges welcher ähnlich wie der ganze Film immer wieder unterschätzt, wird liefert eine absolut brillante Vorstellung ab und ob als Dude oder überforderter Familienvater, immer ist er sehr gut. Tim Robbins ist schlicht und einfach die absolute Idealbesetzung. Mit Ausnahme von Kevin Spacey vielleicht, hätte keiner den Jedermann mit grausamer Fassade so klasse darstellen können wie er.

Fazit: So viel möchte ich über dieses Werk nicht verraten. Nur so viel: Das Ende wird euch den Boden unter den Füßen wegziehen und gehört wirklich mit Abstand zu den fiesesesten der Filmgeschichte. So soll das Review in erster Linie eine Aufforderung sein an alle, die diesen Film noch nicht gesehen haben und dies schleunigst nachholen sollen. Auch bei mehrmaligem Ansehen packend von Anfang bis Ende.
Ein Meisterstück im Thrillergenre. Große Klasse.
10/10

Details
Ähnliche Filme