Review

Meine Herren. Ich glaube dieser Film ist wohl der Zeus im Olymp der zynischen Filme. Ein derart schwarzes Ende reißt den Zuschauer vom Stuhl und sorgt für die offensten Mäuler. Denn das Ende- es wäre der größte Fehler es zu verraten, ist wirklich eine Erfüllung der amerikanischen Paranoia. Was Michael Moore in seinem Bowling for Columbine anprangert und prophezeit, wird in diesem Film zur Wirklichkeit und nimmt wirklich Ausmaße in Form eines 11. Septembers an. Jeff Bridges in der Rolle des typischen Amerikaners, welcher immer misstrauisch ist, spielt sehr überzeugend. Nun dieses Szenario gab es schon mal in der Filmgeschichte, und zwar in einer rabenschwarzen Komödie mit Tom Hanks: Meine teuflischen Nachbarn. Doch in diesem Beispiel nimmt alles mehr komödienartige Züge an und endet beinahe ein wenig fantasyartig. In Arlington Road hingegen sorgen viertelstündige Storywendungen ab der Hälfte des Filmes für eine dauerhafte Anspannung des Zuschauers. Tim Robbins ist brillant in der Rolle des scheinbar friedlichen, aber gleichzeitig mysteriösen Familienvaters und Nachbarn. Sein perfides Spiel mit dem misstrauischen Nachbarn bekommt gegen das Ende des Films derart diabolische Züge, dass man als Zuschauer am liebsten intervenieren möchte. Der "Dude" wirkt gegen Ende des Filmes übrigens derart zerrüttet, so dass man vermuten könnte sein erschöpftes Gesicht sei computeranimiert. Dieser Film hat einfach 10/10 verdient, besonders wegen seiner dramatischen Aktualität nach einem 11.9.

Details
Ähnliche Filme