Review

Die Butabi-Brüder, beide absolute Verliertypen, klappern jeden Abend mehr oder weniger versiffte Clubs ab. Ihr großer Traum ist der Roxbury-Club, in dem sich die Reichen und Schönen treffen. Leider ist für die beiden schon immer beim Türsteher Endstation. Das ändert sich, als sie nach einem Autounfall den Star der TV Serie "21 Jump Street", Richard Grieco kennen lernen. Der bringt beide anschließend in den Club, wo sie schon bald Bekanntschaft mit zwei gutaussehenden Frauen machen...

A Night at the Roxbury hat einen sehr eigenwilligen Humor, den ich selber nicht allzu sehr schätze. Die meisten Gags sind doch eher im unteren Niveau-Drittel angesiedelt und haben mich selber allemal schmunzeln lassen. Dass man den Film irgendwie doch gern haben muss liegt einerseits an den beiden Butabis, die so deppert sind, dass es fast wehtut. Die meiste Zeit langt man sich nur an den Kopf und fragt sich, wie dumm Menschen eigentlich sein können. Als ihre Freundschaft dann aber auf die Probe gestellt wird, kann man gut mit ihnen mitleiden und könnte fast mitweinen.

Die hauptsächlichen Reize des Films liegen jedoch in den schillernden Farben, welche die Nächte in den Clubs wahnsinnig gut übermitteln und große Atmosphäre schaffen. Man fühlt sich mittendrin in der High Society, wie die Stars dort feiern. Man hätte ruhig den Partys noch mehr Zeit schenken können, denn so stimmungsvoll sie sind, desto zäher sind die Passagen dazwischen. Die Story ist so dünn, dass man sie auch gleich hätte weglassen können. Aber was soll’s, ein großes Maß an Intelligenz kann man und soll man von so einem Film sowieso nicht erwarten.

Das Beste an allem ist jedoch die Musik: Die Dance-Hits der 90er, die größtenteils gespielt werden, passen natürlich perfekt zum Film und heben die Stimmung beträchtlich. Dem Titelsong "What is Love" von Haddaway, eines meiner persönlichen Lieblingslieder auf Ewigkeit, kommt dabei die größte Bedeutung zu. Es wird recht oft gespielt und ist dann letztendlich auch das Bindeglied der beiden Brüder, das ihre Freundschaft erhält. Diese Szene auf der Hochzeit gehört sicher zu den gelungensten, genauso wie der "Staying Alive" Auftritt, der John Travolta aufs Korn nimmt.

Auch wenn eine Story praktisch kaum vorhanden ist, es richtige Lacher erst gegen Ende gibt, ansonsten höchstens ein Schmunzeln und die Szenen zwischen den Disconächten recht langweilig sind, irgendwie muss man den Film doch gern haben. Ein im großen und ganzen zufriedenstellender Film über einen berühmten Club und gleichzeitig eine Liebeserklärung an "What is Love" von Haddaway. Wer den Musikstil der 80er und frühen 90er mag und auf etwas gröberen Humor steht, ist hier prima aufgehoben!

Details
Ähnliche Filme