Mit der "Geisterstadt der Zombies" schuf Italo-Regisseur Lucio Fulci einen der wohl bekanntesten und berüchtigtsten Horrorfilme aller Zeiten - wobei letzteres wohl primär von der aus der heutiger Sicht kaum noch nachvollziehbaren Beschlagnahmung des Filmes in den 80er-Jahren herrühren dürfte. Doch vor allem zu meiner persönlichen Überraschung verstand es Genrefilmer Fulci nach einigen schwachen Vorstellungen hier durchaus, einen überdurchschnittlichen weil atmosphärischen wie (relativ) gut inszenierten Horrorstreifen abzuliefern. Neben einer stimmigen Optik und typisch italienischen Säusel-Akustik punktet "Geisterstadt" natürlich auch durch einige herbe Goreszenen, die aber letztlich doch weniger penetrant und selbstzweckhaft ausfallen als in so manch anderem Fulciwerk (z.B. "Woodoo"). Schade nur, daß einige dieser Blutszenen doch extrem billig wirken und die Masken ohne Probleme als solche zu erkennen sind. Auch wirkt manches unnötig weiol zu dilletantisch, wie zB die Spinnenszene oder so mancher Zombietod gegen Filmende.
Etwas irritierend ist letztlich noch der deutsche Titel des Streifens, da Zombies hier kaum eine Rolle spielen. Aber seinerzeit zog eben das Stichwort "Zombie" die trashgeilen Massen in die Kinos...
Da hier unterm Strich auch die Darstellerleistungen (u.a. David Warbeck) absolut in Ordnung gehen, kann ich dem visuell wie atmosphärisch - für italienische Verhältnisse - hochklassigen "Geisterstadt der Zombies" eine klare Empfehlung aussprechen: Harte aber absolut stimmige Horrorunterhaltung! Vielleicht Fulcis bester Film neben dem bereits erwähnten "Woodoo", heute allein schon aufgrund seiner wunderbar altmodischen, unnachahmlich-italienischen Pseudobillig-Machweise ein Ansehen wert...