Review

Ein weiterer Splatterfilm von Lucio Fulci! ,,Die Geisterstadt der Zombies“ (alias ,,Über dem Jenseits“, ,,L´aldila“, ,,The Beyond“, etc.) ist objektiv gesehen der beste Film des italienischen Regisseurs. Der Film hat fast eine Wertung von 8,0! Das ist wirklich schon eine Topwertung für ,,solch“ einen Film. Die Story ist typisch Fulci, es geht mal wieder um Zombies, die die Darsteller schön blutig zerfressen dürfen. Hauptdarstellerin Lisa (Catriona MacColl) hat ein altes Hotel geerbt, das sie wieder aufmöbeln will. Dumm nur, dass dieses Gebäude auf einem der sieben Tore des Schreckens steht. Und das heißt, dass es großes Gemetzel gibt. Im Jahre 1927 wurde ein Maler in diesem Haus schrecklich hingerichtet, was in diesem Film als Prolog dient. Zuerst wird sein Körper mit Ketten aufgeschlagen, dann seine Hände mit Nägeln an eine Steinwand genagelt. Anschließend wird er mit ätzendem Kalk überströmt, was ihn schließlich schön splattrig zersetzt. Der weitere Verlauf spielt im Jahre 1981 (im selben Jahr wie auch der Film gedreht wurde), in dem die besagte Darstellerin das besagte Haus erbt. Mit ihrem Freund (gespielt von David Warbeck) kommt sie der grausigen Vergangenheit dann immer näher.
Dieser Film punktet mit seiner ganz besonderen nostalgischen Atmosphäre (typisch Fulci) und sehr detaillierten und ausgedehnten Splattereffekten. Dabei muss allerdings gesagt werden, dass es bessere und schlechtere Effekte gibt. Zu den schlechteren zählt meiner Meinung nach beispielsweise gleich am Anfang die Zersetzungsszene des Kopfes durch den ätzenden Kalk. Das sieht wirklich sehr billig aus und das hätte man auch damals um einiges besser hinbekommen. Allerdings wie die blinde Frau von ihrem eigenen Blindenhund die Kehle aufgebissen bekommt, das sieht wiederum sehr gut aus. Der Blindenhund ist zuvor allerdings selbst zum Zombie geworden, nachdem die Frau ,,Besuch“ von einigen Zombies hatte.
Am Ende des Films kommt dann mal wieder der übliche ,,Zombie-Niederballer-Showdown“, in dem Zombies nur selten durch Kopfschüsse getroffen werden, was mal wieder ganz typisch und üblich ist, da das in jedem Film vorkommt. Warum die Leute zuerst immer den halben Körper wegballern und sich beschweren, dass die Zombies nicht krepieren, bleibt wirklich ein Rätsel. Dann ist mal selber Schuld, wenn die Munition leer ist. Die Einschüsse an den Körpern sind einigermaßen gelungen, aber im Gegensatz dazu sind die Kopfschüsse unter aller Sau. Das sind wirklich bloß Ketchupflecken auf der Stirn. Das macht aber der ultimative Headshot ganz zum Schluss wieder wett. Und diesen Kopfschuss bekommt ausgerechnet ein kleines Mädchen, bei dem es nach dem Schuss die gesamte Stirn wegfetzt und das Gehirn freilegt (was man nicht im Detail sieht).
,,Die Geisterstadt der Zombies“ weißt einige Parallelen zu ,,Ein Zombie hing am Glockenseil“ und ,,Das Haus an der Friedhofsmauer auf“. Man merkt es jedem Film an, dass er von Fulci stammt.
Bei verschiedenen Fassungen des Films kann man eigentlich keinen Fehler machen, da fast nur Uncutfassungen existieren. ,,Die Geisterstadt der Zombies“ ist auch mal wieder ein 131er, das heißt in Deutschland verboten; wen wundert´s, bei den ganzen Nahaufnahmen der Gewaltszenen.

9 von 10 Punkten

Details
Ähnliche Filme