Die meisten Kritiker und Fans sind sich einig das Lucio Fulci mit diesem Film sein absolutes Meisterwerk geschaffen hat und ich muss mich da absolut anschließen.
Kaum zu glauben wie konsequent der Regisseur die sonstigen Schwächen seiner Werke hinter sich lässt und einen Meilenstein des modernen Horrorfilms geschaffen hat der bis heute fast unerreicht ist. Zusammen mit einigen Argentos und Soavis „Dellamorte Dellamore“ kann man „Geisterstadt der Zombies“ als Höhepunkt des italienischen Horrorfilms überhaupt bezeichnen.
Selbst die Drehbuchvorlage ist absolut über dem von von Fulci gewohntem Durchschnitt, zwar gibt es auch hier ein paar logische Ungereimtheiten, doch auf überflüssige Szenen und Dialoge wurde dankenswerterweise verzichtet. So verwirrt dieser Film nicht ganz so stark wie viele von Fulcis schwächeren Werken. Kein anderer Fulci-Film hat ein derart originelles und vielschichtiges Drehbuch zu bieten. Auch alle Schauspieler können überzeugen, keine Selbstverständlichkeit für Filme dieser Art.
Der eindringliche Score ist ebenfalls ein großer Pluspunkt, auch wenn sich die Melodien recht häufig wiederholen.
Die Effekte gehören sicherlich zu den explizitesten und detailfreudigsten überhaupt im italienischen Horrorkino und sind nichts für zarte Gemüter. Es sieht zwar längst nicht alles echt aus, doch bis auf die plumpe Verätzungsszene am Anfang sehen alle in ihrer Weise perfekt aus. Wie vom Regisseur gewohnt werden die Gewaltszenen in ihrer Überlänge fast schon zelebriert, nehmen hier jedoch nicht den Plot völlig ein. Darüber hinaus passt der Härtegrad genau zur apokalyptischen Atmosphäre und das geniale Ende bietet deutlich die Vorlage zur bitteren Schlusspointe in Dellamorte Dellamore.
Viel von der einzigartigen Suggestivkraft geht leider durch die hölzerne deutsche Synchronisation verloren, ein Problem,das nicht nur viele andere Fulcis sondern auch die meisten anderen Italo-Horrorfilme betrifft.
10 Punkte