An der Wertung des Films hier in der Datenbank kann man schon erkennen, dass viele Menschen gerne bereit sind, jenseits unser Sehgewohnheiten und des Mainstreams Punkte zu verteilen. Natürlich liegt dies an den Gorehounds, deren Ansprüche sich mitunter sehr vom durchschnittlichen Zuschauer unterscheiden. Dennoch ist es interessant, dass auch in der Splatterabteilung ein gewisser Anspruch herrscht. Denn jenseits von der Fleischverarbeitung in diesem betagten Werk Fulcis gibt es gute Gründe, diesen Film anzuschauen.
Manch einer hat schon darauf hingewiesen, dass von der technischen Seite hier teilweise Hochwertiges geboten wird. Immerhin stammt der Film aus dem Lande Fellinis oder Viscontis und diese Herren waren ja auch nicht für ihre Kurzweil oder ihr Tempo bekannt.
Wenn es nach mir geht, dann lebt "Die Geisterstadt der Zombies" aus wenigen, abder dafür enorm ansprechenden Bildfolgen, denen man schon beinahe eine gewisse hypnotische WIrkung zugestehen kann. Ergänzt durch den Score wird hier die Atmosphäre mit der Axt aufs Brot geschmiert. So tut es nur gut, dass wieder einmal die Handlung vom anderen Ende der Leitung der Nachvollziehbarkeit zuwinkt und orientierungslos davontaumelt. In kühles Blau getaucht, mal unterbrochen von diesem eindeutigen 70er-Jahre Kunstblutrot, schlingert der Film dann so dahin, ohne eigentlich so etwas wie Spannung aufbauen zu wollen.
Was mir nach nunmehr 5 Jahren zu diesem Film als Erinnerung in den Sinn kommt, ist eine Totale von einer Straße, auf der sich ein Auto nähert. Und allein dieses Bild ist mir schon meine 7 Punkte wert. Schön, dass so etwas Nebensächliches durch die graphische Darstellung von Gewalt mitfinanziert wurde. Besser kann man FIlmzeit nicht überbrücken!