3 Jungs sind reif für die Insel und arbeiten als Animateursklaven in einem Club auf Ibiza.
Story:
Ben, Nick und Felix sind schon seit der Grundschule die besten Kumpel und gehen durch Dick und Dünn. So auch nach dem Abschlussball der Schule, als Ben seiner Angebeteten Carola nach einem peinlichen Stip seine Liebe gesteht. Um Abstand von dieser Katastrophe zu gewinnen, wollen die 3 nach Ibiza, um dort als Animateure zu arbeiten. Keine leichte Aufgaben, denn so toll, wie sie sich das ganze vorgestellt haben, ist der Job leider nicht. Zumal sie auch noch unter ihrer "dominanten" Chefin Anja zu leiden haben und ausgerechnet Carola und ihr Freund in dieses Hotel abgesteigen...
Ähnlich wie "Ballermann 6" ist auch "Pura Vida Ibiza" Unterhaltung auf unterstem Niveau. Das wird aber schon bei einem Blick auf das Filmposter klar und wer Anspruch erwartet, ist bei diesem Film definitv falsch. Da wird gefurzt, gerülpst und auch sonst so ziemlich alles an schlechtem Verhalten aufgefahren, wozu der Mensch so in der Lage ist.
Das ist freilich unter der Gürtelline, macht aber fast durchgehend Laune. Nur wenige Gags zünden nicht so richtig und abgesehen von ein paar lahmen Szenen geht's immer temporeich zur Sache. Herausragende schauspielerische Leistungen sucht man hier natürlich vergebens, aber das Gebotene ist durchaus ausreichend, um über die Laufzeit von knapp 90 Minuten zu unterhalten. Neben den gut aufgelegten Hauptdarstellern können auch Tom Gerhard und Hilmi Sözer in ihren Gastrollen glänzen. Vielleicht sollten sich die beiden noch mal für einen Film zusammentun.
Ob in diesen Clubs wirkliche solche Zustände herrschen, wage ich mal zu bezweifeln. Nur die Sache mit dem (dank "Spezialbehandlung" völlig ungenießbaren) Essen würde ich nicht allzu weit wegschieben, ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es in billigeren Clubs solche Zubereitungsmethoden gibt. Die prolligen, betrunkenen Engländer passen da natürlich nur zu gut ins Bild, obwohl die Deutschen sich da auch nicht gerade mit Ruhm bekleckern.
In einer Sache hat mich der Film allerdings mal wieder bestätigt - keine zehn Pferde würden mich in so einen Club bringen. So was ist für mich DER ANTI-URLAUB schlechthin. Entgegen dem DSF-Motto "Mittendrin statt nur dabei" schaue ich mir so ein Treiben nur vor der heimischen Mattscheibe an...
Fazit: Ein anspruchsloser Partyfilm, der Laune macht. Mehr kann und will er gar nicht. Das Gebotene kann bis auf wenige Ausnahmen voll überzeugen und so ist für kurzweilige 90 Minuten gesorgt.
8 von 10 Punkten