Kebab Connection ist eine, zu unrecht, eher unbekannte Komödie die seinerzeit nur in einigen Arthauskinos lief. Fatih Akin schrieb diesen, teilweiße autobiographischen Film zwar, führte aber leider nicht Regie. Vielleicht wäre das, das letzte Fünkchen gewesen das KC zu einer der coolsten deutschen Komödien aller Zeiten gemacht hätte (neben Bang Boom Bang natürlich).
Zur Story: Ibo ist ein Kungfufilm-Fan, der von seinem Onkel den Auftrag bekommt für seine Dönerbude einen Werbespot zu drehen. Dieser ist aber wie eine Homage an Highlander und alte Tsui Hark Filme geraten und trifft den Geschmack des Onkels nicht wirklich. Ganz anders beim Publikum und im Handumdrehen ist die Dönerbude von Ibos Onkel die angesagteste in ganz Hamburg.
Doch bevor Ibo sich richtig über seinen Erfolg freuen kann gibt es die nächste Nachricht: seine Freundin Titzi ist nämlich schwanger. Ibos Vater ist darüber nicht gerade sehr happy, dass sein Sohn ein Kind mit einer Deutschen hat und verstößt seinen Sohn. Ibo streitet sich darauf mit Titzi, da er sowieso nicht so recht Begeisterung für seine Vaterrolle aufbringen kann. Bis er dann Titzi zurückgewinnen kann bedarf es eines Hechelkurses, eines zweiten Werbespots, Kinderwaagenfahrtrainings und vielem mehr.
Die Highlights des Filmes stellen sicherlich die beiden Werbespots dar, von denen der erste vor der eigentlichen Handlung des Filmes beginnt und so ein wenig irritiert vor allem wenn man nicht weiß um was es im Film geht. Dieser Umstand ist aber eher lustig als schlecht.
Die Darsteller sind durchweg gut vor allem Nora Tschirner als Titzi. Dennis Moschitto wiederholt ein wenig seine Rolle aus Süperseks ist aber durchaus sympathisch. Die anderen Darsteller sind relativ unbekannt machen ihre Sache aber alle sehr gut. Außerdem gibt es noch einen Kurzauftritt von Sibel Kekilli zu bestaunen. Kebab Connection ist sicherlich nicht jedermanns Sache aber wenn man sich ein wenig für alte Kungfufilme begeistern kann und auf romantische Komödien steht kann man sich diesen Film auf jeden Fall mal ansehen. Hier gibt es eigentlich für jeden mal was zu lachen, das Cultureclashthema als solches kommt gut an und nimmt ein wenig die türkisch-griechische Rivalität aufs Korn. Außerdem macht der Film richtig Hunger auf "zwei handvoll" Döner.
8,5 Punkte