Es ist schwer zu beschreiben, was diesen Film anders und irgendwie besonders macht, deshalb fang ich mal mit der Handlung an:
Statt sich für das College einzuschreiben, zieht es Van (Norman Reedus) vor, sich um seinen geschiedenen, alkoholkranken Vater zu kümmern. Dieser ist zudem aufgrund eines Autounfalls körperlich behindert und hat mit dem Leben bereits abgeschlossen. Diese Einstellung scheint auf Van abzufärben, der den ganzen Tag mit seinen 2 etwas trotteligen Freunden faulenzt, kifft und Schwimmen geht. Eines Tages zieht der Jugendliche Doug mit seiner Familie in die Nachbarschaft und freundet sich mit den Dreien an. Van findet später heraus, dass Doug schwul ist und deshalb von seinem Vater schikaniert wird. Da beide mit ihrem Leben nicht zufrieden sind, beschließen sie, etwas Geld aufzutreiben und von zuhause abzuhauen…
Ok, was ist daran nun besonders?
Zum einen gefällt mir der Ort, an dem die Handlung spielt: ein idyllischer See inmitten eines Waldes. Diese Harmonie steht in krassem Gegensatz zu den Problemen der Protagonisten, was eine gewisse fühlbare Spannung erzeugt. Desweiteren liefern alle Beteiligten gute bis sehr gute schauspielerische Leistungen ab, sodass man sich gut in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen kann. Aufgelockert wird das Ganze einerseits durch Situationskomik, die hauptsächlich durch das ständige Rumgekiffe entsteht, und andererseits durch vermeintlich unpassende Einlagen wie den Besuch von Rockkonzerten oder Wettrennen mit Auto und Motorrädern. Im Nachhinein versteht man jedoch, warum derartige Aktionen eingebaut wurden…
Ich sehe in diesem Film eine toll eingefangene Momentaufnahme des Lebens einiger Menschen im Stadium zwischen Jugend und Erwachsensein mit all ihren typischen Sorgen, Nöten, aber auch Hoffnungen. Mag sein, dass viele den Film langweilig finden, aber dazu müssten sie ihn erst mal kennen (meine Stimme war die 3. *lach*).
10/10