Review

Willkommen in der Rubrik: Filme, die die Welt nicht braucht.
Diese völlig uninteressante Big-Budget-Gurke war nicht nur einer der größten US-Kino-Flops des Jahres 1998, es fehlt ihm auch an jeglichem Gehalt, der seine Existenz in irgendeiner Weise begründen kann.

Die Story vom karrieregeilen Produzenten, der um seines Jobs Willen beinahe vergißt, wie schön das Leben und sein nächster weiblicher Mitmensch ist, indem er seinen spirituellen Führer vor laufenden Kameras verheizt, ist nicht nur in seiner Grundkonstellation uralt, sondern mindestens ebenso tot. So ein Schrott ist sonst nur noch Fernsehfilmen vorenthalten, weswegen auch bei weitem nicht einzusehen ist, weswegen man für diese reizlose Schmonzette auch noch Eddie Murphy und Jeff Goldblum engagieren mußte, die außer ihrer Brieftasche hier sonst niemandem einen Gefallen getan haben.

Goldblum, eh ein dröger Darsteller, der in kleinen, aber feinen Randexistenzenrollen (Wissenschaftler etc.) am besten glänzt, ist vollkommen fehl am Platze als nicht sehr entscheidungsfreudiger TV-Produzent, ein Charakter ohne die nötige Überspitztheit, sondern eher ein kaugummiweicher Wichtelmann, der jeweils von Seite zu Seite schwankt. Profil fehlt hier und des net zu knapp.

Murphys seltsamer Weltverbesserer G. ist noch farbloser. Ohne wahren Hintergrund und ohne Charakterprofil bringt er diverse Weisheiten unters Volk, die seit Frank Capra keiner mehr hören will und ist doch nur dazu da, um Goldblum zu läutern. Angereichert mit einigen Murphy-Macken der altbekannten Art, müht sich der Star milde lächelnd über die volle Laufzeit und durch eine Rolle ohne jeglichen Reiz. Die freundliche Dauerausgeglichenheit dagegen kann Zuschauer mit kurzer Zündschur glatt agressiv machen.
Robert Loggia und Kelly Preston würgen sich ebenfalls durch disneyeske Klischeerollen.

Und so plätschert der Film belanglos vor sich hin und weckt dadurch (na, immerhin!!!) den Wunsch nach einem guten Buch. Hier und da kommt mal ein Schmunzeln zum Vorschein, doch ist das planlos und dramatikfrei aufgezogene Weltverbesserungsgetue so plakativ aufgetragen, daß man sich ganz klebrig fühlt, wenn man nicht nach der Hälfte bereits sanft entschlafen ist. Es gibt nicht mal zwingende Standarddramatik, denn im letzten Viertel kommt die Preston aus heiterem Himmel mit der Idee, daß Murphy nicht glücklich sein könnte, obwohl der heiter vor sich hin verkauft. Naja, wir brauchten halt noch einen Aufhänger für die die Selbstbekenntnisreinigungsszene vor laufenden Kameras, die man mit einem "Och nö, nicht auch das noch!" getrost beiseite legen kann.

Wir wollen das hier mal Auftragsregisseur Stephen Herek mal nicht ankreiden, dafür fehlt dem Film schlicht und ergreifend jeder Witz, aber sollte lieber wieder kleine, unterhaltsame Filme drehen.
Gut brauchbar für Familien, die unbedingt mal einen gewaltfreien Abend vor der Kiste verleben wollen. Könnte allerdings ihr letzter dieser Art werden. (3/10)

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