"Mal bist du ganz oben, mal ist die Luft raus. Und bist du mal unten dann mach dir nichts draus."
Eitelkeit bringt uns nicht immer weiter, so will es uns Pixar mit seinem Kurzfilm "Ein Schaf ist von der Wolle" weismachen. In viereinhalb Minuten hüpft ein Schaf fröhlich durch die Gegend, zunächst noch mit opulentem Fell. Dann wird es allerdings geschoren. Die Folge ist Spott von anderen Gesandten des Tierreiches. Ein vorbeiziehendes Jackalope, ein Hase mit einem Geweih, baut das traurige Schaf aber auf, worauf es seine Lage leichter nimmt. Und siehe da, nach einer Weile ist die Wolle wieder gewachsen.
Schlicht und mit fehlendem Tiefgang erzählt Pixar die Handlung, dafür mit heiterer musikalischer Untermalung. Letztere ist auf das Geschehen ausgerichtet, wodurch der Kurzfilm zumindest audiovisuell funktioniert. Denn die Animation ist zwar einerseits cartoonhaft und mit wenig Details geschmückt, andererseits niedlich und süß ausgefallen. Die Animateure haben sichtbar aus dem Vorgängerfilm "Findet Nemo" gelernt, da die Wassereffekte außergewöhnlich gut geraten sind.
Dumm nur, dass der Witz enorm kurz kommt. Denn dadurch zieht sich das Beinahe-Musikvideo ein wenig, bis es schließlich zur unglücklichen Wendung für das Schaf kommt. Dies stellt dann auch den einzigen Höhepunkt der Handlung dar.
Somit ist es einzig die Moral die "Ein Schaf ist von der Wolle" ein wenig hervorheben lässt. Technisch ist der Kurzfilm etwas unter dem eigentlich hohen Niveau von Pixar, erzählerisch ohnehin. Schade, denn ein wenig mehr Pepp hätte dem Motivationsfilm eine unterhaltsame Note gegeben, die auch abseits der Pointe mit ordentlichen Höhen begeistert hätte.
5 / 10