"Conan - Der Barbar" machte nicht nur Arnold Schwarzenegger zum Star, sondern war ein Überraschungserfolg,
der in den 80er Jahren eine Flut von Nachahmern im Barbaren Fantasy Genre nach sich zog.
Nach der Plünderung seines Heimatdorfes wird Conan als Kind versklavt. Als junger Mann muß er sich in zahlreichen Gladiatorenkämpfen beweisen, bis er eines Tages die Freiheit erlangt. Sein Ziel ist nun die
Rache an den Mördern seiner Familie. Auf seiner Reise stellen sich ihm ein Bogenschütze, ein Zauberer und eine kampferprobte Diebin zur Seite. Nachdem Conan die Juwelen in einem der sogenannten Schlangentümre, den Tempeln
einer neuen Religion, gestohlen hat, bekommt er von einem König den Autrag dessen Tochter zu befreien, die sich
in der Gewalt des Schlangenkults befindet. Schnell stellt sich heraus, daß der Anführer des Schlangenkults kein
geringerer als der damalige Verantwortliche für die Plünderung von Conans Heimatdorf ist.
Für alle Fantasy Fans ist dieser Film ein Muß. Er ist zwar keine exakte Wiedergabe der ursprünglichen Conan Kurzgeschichten von Robert E. Howard, die in den 30er Jahren erschienen, sondern beinhaltet allenfalls winzige Elemente davon. Dennoch gibt der Film den düsteren Grundton des literarischen Conan Universums gelungenwieder. Die Story wird dramatisch erzählt und verschont den Zuschauer mit peinlichem Humor, der in vielen anderen Fantasy Produktionen, die Conan kopieren wollten, üblich ist. Da das amerikanische Publikum vor
Schwarzeneggers Englischkenntnissen geschont werden sollte, gibt es wenige Dialoge im Film. Dafür strengten sich
die Kameraleute umso mehr an. Die Bildeinstellungen sind durch den ganzen Film hindurch gut gewählt. Hinzu kommt
eine der besten Filmmusikkompositionen überhaupt, die stets perfekt zum Handlungsablauf paßt. Die Kampfszenen wirken nach heutigen Verhältnissen altbacken, dennoch gehören sie zu den besten der 80er Jahre und übertreffen mühelos anderen Fantasy Filme dieser Zeit. Allein der Endkampf, in dem Conan allein gegen eine Horde von Reitern kämpft, muß wohl für viele gebrochene Knochen bei den Stuntmen gesorgt haben.
Conan kann und sollte man nicht mit Herr der Ringe vergleichen. Die Art der Fantasy, die Conan vorgibt, ist völlig anders. Hier wird das sogenannte "Sword and Sorcery" Fantasygenre auf die Leinwand gebracht, das mit diesem Film gleichsam den bis heute besten Vertreter bekommt. Die unterhaltsame und spannende Geschichte wird von einer fast einzigartigen Kombination zwischen Bildern und Filmmusik getragen. Die Darsteller sind zwar allesamt meilenweit von einer oscarreifen Leistung entfernt, dennoch passen alle perfekt in die Szenerie und spielen ihre Rollen gut. Und Schwarzenegger gibt einen Conan wie aus dem Bilderbuch ab.
"Conan der Barbar" ist somit ein absolutes Fantasy-Pflichtprogramm.