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Mit CONAN, DER BARBAR begann Arnold Schwarzeneggers legendäre Filmkarriere als Actionheld in den USA.
20 Jahre nach dem Barbarenfilm und nach endlosen Actionkrachern und Komödien wurde er noch Gouverneur des Sonnen-Staates Kalifornien. Nicht schlecht für den ehemaligen Buben aus Österreich.

Nach der aktuellen Sichtung von CONAN (März 2015) ist für mich wiederholt klar geworden, warum John Milius mit seinem Film das Fundament bzw. die Wiederbelebung eines ganzen Genres begründete.
Inhaltlich ist die Geschichte erwartungsgemäß schlicht konzipiert (Mord-Rache-Mord), doch die Wucht der Bilder berührt mich auch heute noch.
Die orchestrale Musik unterstützt hierbei die raue Atmosphäre des Geschilderten.
Schwarzenegger war natürlich die Idealbesetzung für den titelgebenden Barbaren.
Ein Tribut an die Storyline sind natürlich die Kampfeinlagen. Diese sind – im Vergleich zur Laufzeit des Streifen von über 2 Stunden – kurz und kompakt, aber immer mitreißend und oft brutal blutig. Schwarzenegger lieferte hier vollen Körpereinsatz. Apropos Körpereinsatz. Es gibt sogar 2 barbarische Sexszenen, die zur Geschichte passen. In späteren Filmen hat man Arnie nie mehr so in Aktion gesehen.
Die Außenaufnahmen zum Movie sind in Spanien entstanden und entfalten in der Naturkulisse der kargen Landstriche stimmungsvoll ihre optische Wirkung.
Selbst die 1982 erschaffenen Spezialeffekte der Riesenschlangen sehen noch qualitativ überzeugend aus. Meiner Meinung nach war handmade schon immer irgendwie charmanter und echter als die heutigen computergenerierten Bilder.
Der Schauspieler Mako als komödiantisch angelegte Nebenfigur ist ebenso überflüssig wie der witzig wirkend sollende K.O.-Schlag für ein Kamel (darüber lachte ich damals als 16Jähriger).

Unterm Strich kann ich CONAN, DER BARBAR heute noch jedem geneigten Filmfan empfehlen.
Schwarzeneggers Karriere-Schub-Film zog eine Fortsetzung nach sich, die zwar nett anzusehen ist, aber dem „Ursprungs-Barbaren“ nicht das Wasser reichen konnte.

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