Review
von Leimbacher-Mario
Die Bizepsspitze der Barbarenfilme
Sword & Sorcery-Spitzenklasse. Nicht weniger war, ist und bleibt „Conan The Barbarian“ auch nach 40 Jahren. Egal wieviele Nachfolger, Nachahmer und Remakes kamen und gingen - dieser Schwarzenegger in Ledershorts bleibt! Erzählt wird von einem Sklavenkind, dessen Familie grausam vor seinen Augen ermordet wurde. Als erwachsener Muskelberg und kolossaler Krieger begibt er sich nun auf einen Weg der Rache, des Blutes, des Schwertes…
Von den Kiesgruben Italiens bis in die Hinterhofstudios Hollywoods hat „Conan The Barbarian“ große Wellen geschlagen, Leute inspiriert und tieferpreisige Nachahmer entstehen lassen. Der muskelbepackte Barbar und Arnies Startschuss in der Traumfabrik hatten definitiv einen Nerv getroffen. Ein Blockbuster mit massiver Manpower. Auf einem eher zweitklassigen Marvelcomic basierend, weit vor deren filmischen Tiefpunkten sowie Glanzzeiten, ist diese in Spanien gedrehte staubige Reise einfach eine Wucht. Das fühlte ich als Kind, das fühle ich noch immer. „Conan The Barbarian“ ist düster und brutal as hell, aber nie ohne seinen Sinn für Abenteuer, für Hoffnung, für Heldenmut und große Kraft zu verlieren. Superheldensause trifft Sandalenspektakel. Riesige Schlangen und halbnackte Sklavinnen. Erwachsenkino, das aber jedes Kind der Zeit sehen wollte. Ein Schulhofmuss. Und das sich noch immer lohnt. Ohne allzu viele Dialoge und Worte wirken die Bilder, Sets und Landschaften. Es gibt Kulte und Monster, Enthauptungen und Liebesnächte, Sidekicks und künftige Könige. Die perfekte Eröffnung aller Möglichkeiten für die Eiche aus der Steiermark. Das etwas leichtfüßigere Sequel kann da nicht mehr ganz mithalten, bietet sich als Double Feature dennoch an. Und zu gerne hätte ich oder würde ich sogar heute noch einen dritten, finalen Conan mit Arnie sehen. Dann auch endlich als alter König. Und vielleicht Verhoeven als Regisseur. Das wär’s doch. Der „Fury Road“ der Barbarenfilme… Man wird ja wohl noch träumen dürfen…
Fazit: „Conan der Barbar“ ist ein Eckpfeiler in Sachen Arnie, Barbaren und 80er. Einfach nur episch und toll. Ein Männer-, Kostüm-, Fantasy- und Abenteuerfilm der edelsten Käseklasse. Champion, noch immer. Üppig und ruppig. Muskulös und pompös.