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Es gibt Filme, da kommt man sich wie der barmherzige Samariter vor, wenn man sie sich anschaut und bewertet. Und das alles nur, damit niemand anderes Schaden davon trägt: vergeudete Lebenszeit oder akuten Gehirnzellenschwund etwa. "Hot-Blooded Woman" ist so ein Beispiel. Bei dem Machwerk von No Budget-Filmer Dale Berry handelt es sich um eine mental kranke Frau, die sich mit mehreren Kerlen einlässt, in verruchten Stripclubs auftritt etc. Und das alles nur, weil sie sich selbst nicht mehr unter Kontrolle hat.

Nein, es macht wirklich keinen Spaß, sich soetwas aussetzen zu müssen. Denn "Hot-Blooded Woman" ist Langweile pur, die den Zuschauer völlig kalt lässt. Der Film ist eine Mischung aus Roughie und Nudie Cutie - von allem was, von nicht richtig. Unsere Hauptprotagonistin springt zwar ständig mit irgendwelchen Kerlen ins Bett, zu sehen gibt es aber kaum was. Statt dessen ist der Streifen eher ein sinnloses Flickwerk einzelner Episoden ohne jeglichen Zusammenhang. Spannung, Unterhaltungwert: verzweifelt gesucht!

Nicht mal als partytaugliches Trash-Movie funktioniert "Hot-Blooded Woman": obwohl spottbillig gemacht und mit grottenschlechten Darstellern langweilt die Story bald zu Tode. Die einzigen Nacktszenen beschränken sich darauf, ein unattraktives Girl bei Duschen oder kleidungslos im Bett wälzend zu zeigen. Vermutlich lief dieses lausige Filmchen ganze zwei Vorstellungen im Nachtprogramm irgendwelcher amerikanischer Programmkinos, was schon fast wieder zuviel der Ehre ist.

Allerdings: "Hot-Blooded Woman" ist ein Zusatz-Feature auf der Something Weird-DVD des wesentlich besseren "Confessions of a Psycho-Cat". Von dem her eine wirklich nette Dreingabe. Als eigenständiger Film jedoch kaum der Rede wert.

3 von 10 Punkten.

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