Chuck Norris Karriere begann erst richtig mit " Missing in Action " im Jahre 1984, vorher musste er nehmen was er kriegen kann und so gelang er auch an " Der Bulldozer ", wahrlich kein Highlight in seiner Filmographie, doch man kann es ihm verzeihen. Als Karateweltmeister übernahm Chuck Norris natürlich die Choreographie und auch sein Bruder Aaron arbeitete an dem Film mit. Regie führt hier Paul Aaron, ein sehr unbekannter Regisseur, das zu Recht, denn er hat nie einen nennenswerten Film abgedreht. Aber bevor man zu hart urteilt, sollte man auch das Alter des Films betrachten, trotz dieser Berücksichtigung kann ich ihn nicht gutheißen.
Story:
In der Stadt Santa Madre floriert der Drogenhandel und die Polizei ist machtlos. Jedes Mal wenn sie dem Drogenring auf die Schliche kommen, werden die ermittelnden Beamten von einem Killer getötet, welcher perfekt Karate beherrscht. Nun bittet der Polizeichef ( Clu Gulager ) den Karateweltmeister Matt Logan ( Chuck Norris ) um Hilfe. Er soll die Polizisten in Karate ausbilden und sich an den Ermittlungen beteiligen. Die Spur führt zu seinem baldigen Gegner Jerry Sparks ( Bill Wallace ).
" Der Bulldozer " vermischt die zwei Genren Krimi und Action in einer mäßigen Story. Das Ganze wird zwar recht temporeich erzählt, doch originell ist es bei weitem nicht. Wer der geheimnisvolle Mörder ist, weiss der Zuschauer recht schnell, da es einfach zu viele Hinweise gibt. Nur wie die Drogen letztendlich an den Mann gebracht werden, errät man nicht so einfach. Zudem sind einige Dialoge sehr doof und die Polizisten benehmen sich wie die letzten Anfänger. Die Ermittlungen ziehen sich sehr lange, ohne dass man mal nur annährend auf den Trichter kommt. Auch der typische Verräter innerhalb der Polizei ist vorhanden.
Die vorhandene Action überzeugt nicht auf ganzer Linie, ist aber für die damalige Zeit okay. Die Fights sind eher realistisch gehalten, doch Norris gibt einige hübsche Moves zum Besten. Für heute wirken die Kämpfe schon sehr angestaubt und schwach. Und immer wenn es mal etwas härter wird, greift Aaron zu Zeitlupen, was unheimlich stört, vor allem beim Endkampf.
Spannung sollte man nicht unbedingt erwarten, aber der kernige Look der Stadt und der kräftige Score sind überzeugend. Auch die kleine Romanze am Rande darf nicht fehlen, natürlich verliebt sich Matt in die ermittelnde Polizistin ( Jennifer O´Neill ) und nach anfänglichen Schwierigkeiten arbeitet man dann auch gut zusammen, wobei Matt mehr beiträgt als die gesamte Polizeiabteilung.
Chuck Norris ist hier noch sehr blass. Er war nie ein Edelmime, doch später war seine Darbietung wesentlich besser. Kämpfen konnte er schon hier, nur lang noch nicht so spektakulär. Die anderen Darsteller sind dank mancher strunzdoofer Dialoge auch nicht mehr als Durchschnitt. Clu Gulager ( Return of the Living Dead ) dürfte noch recht bekannt sein.
Fazit:
Hier war Chuck´s Zeit noch nicht gekommen. Ein Actionkrimi mit passabler Story und leicht verpatzter Umsetzung. Zu wenig Action, keine richtigen Höhepunkte und unspektakulär. Manche Dialoge sind zum Davonlaufen und die Ermittlungen sind lächerlich. Kulisse und Score können punkten.
Für eingefleischte Norris Fans, ich war nicht so begeistert.