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Robert Scott erledigt ohne zu Fragen die Drecksarbeit für FBI, CIA und Co. Als die Tochter des Präsidenten entführt wird, soll Scott eine Befreiungsaktion in Dubai leiten. Doch kurz vor dem Einsatz wird das Mädchen tot geborgen ...

Völlig zu Unrecht ging "Spartan" bisher völlig unter. Auch ein deutscher Verleih glaubte eher an einen Misserfolg. Nur so ist es zu erklären, dass der intelligente Politthriller erst knapp 3 Jahre nach Entstehung hierzulande auf DVD erschienen ist.

Klar, hier haben wir keinen sauteueren Hollywood-Blockbuster im Bruckheimer-Stil vor uns, sondern ein raffiniertes, brisantes B-Movie mit hohem Anspruch an den Zuschauer. Die Geschichte - so einfach sie auch gestrickt sein mag - bleibt streckenweise undurchsichtig und man verbringt schon eine ganze Weile damit, die einzelnen Puzzleteile der Story zu sortieren. Regisseur und Drehbuchautor David Mamet erklärt nicht viel, sondern überlässt es dem Zuschauer herauszufinden, wer was warum gemacht hat.

Was dem Film trotz aller Spannung wohl fehlt, ist etwas mehr Action. Die Konfrontationen in "Spartan" sind präzise inszeniert, aber viel zu kurz. Das wirkt zwar realisitisch, bietet aber kaum Schauwerte. Wohl eher deswegen lief der ambitionierte Film bisher unter Wert.

Die Darsteller sind allesamt erste Wahl. Val Kilmer verzieht in seiner brutalen Rolle kaum eine Miene, was allerdings äußerst passend ist. William H. Macy ist souverän wie gewohnt und Spaßvogel Ed O`Neill kann in seinem kurzen Auftritt ebenfalls mehr als nur überzeugen.

Fazit:
Die spannende Story hat fast ein wenig "24"-Feeling zu bieten. Die Actionszenen hingegen sind einfach zu knapp bemessen, um fesseln zu können. Daher gibt's von mir sehr gute 7/10 Punkten.

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