8
"Leben und Sterben in L.A." ist ein sehenswerter 80er-Jahre-Thriller, der stimmungsvoll die kriminellen Machenschaften im Schmelztiegel Los Angeles einfängt. Der noch recht junge Willem Dafoe liefert hier bereits eine großartige Performance in der Rolle des Geldfälschers Eric Masters ab. Zudem vermittelt der Film viel authenthisches Lebensgefühl der damaligen Zeit. Dabei lebt die Geschichte vor allem von einer ruhigen Erzählweise und legt weniger Wert auf wilde Action. Einige rasante Verfolgungsjagden dürfen natürlich trotzdem nicht fehlen. Einzelne Szenen und Charaktere bleiben sicherlich in Erinnnerung.
4
Man kann es gar nicht oft genug betonen: William Friedkin eilt ein legendärer Ruf voraus, obwohl der Mann abgesehen von DER EXORZIST nichts wirklich Großartiges abgeliefert hat. Sein Geldwäschethriller wirkt wie eine knallbunte, protzige Kinoauskopplung der damaligen Serie MIAMI VICE und die Hintergründe der Produktion, also all die juristischen Klagen und vor allem das spätere Kursieren der für den Streifen hergestellten Blüten in der echten Wirtschaft im wahren Leben (!), sind fast interessanter als das, was sich da im Film selber abspielt. Ich attestiere dem Machwerk eine gewisse 1980er Coolness und der peitschende, aber dünne Synthie-Sound ist ein herrliches Relikt aus seiner Zeit. Aber es ist irgendwie die Art von veraltetem, prolligem Actioner, wie sie z.B. bei den Simpsons mit einem Rainier Wolfcastle parodiert werden würde.
8
Der Anfang ist schon mal wunderbar 80slike! Geile Mukke, coole Atmosphäre... Alleine die Bilder vom abendlichen, nächtlichen L.A. ... geil! Ich liebe L.A. einfach ! Ansonsten ist es oft spannend und bedrohlich, Wiliam Dafoe spielt einfach einen Arsch! Dann noch eine geile Verfolgungsjagd mit echten Autos! Sowas kennt man heutzutage nicht mehr! Mir fehlen vielleicht noch ein paar coole Sprüche und etwas mehr blutige Schüsse. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, der Film macht Bock!
8
Das klassische Thema des Cops,. der den Mörder seines Kollegen jagt, wurde im Kino der Achtziger Jahre selten so gekonnt realisiert wie in diesem spannenden und furiosen Großstadt-Thriller. Friedkin geht es weniger um die Story selbst als um die präzise Charakterzeichnung seiner Figuren, was den Film deutlich über den Genredurchschnitt hebt. Hervorzuheben ist auch die virtuose Fotografie einzelner Szenen, insbesondere der Höhepunkt des Films, die rasant und hektisch geschnittene Verfolgungsjagd, bei der die beiden Protagonisten durch den dichten Gegenverkehr der Metropole fahren. Gemessen an anderen zeitgenössischen Genre-Produktionen hält sich auch der Grad an Gewaltdarstellung in Grenzen. Für Leute, die handfestes Spannungskino mögen, durchaus sehenswert. Bewertung: 7/10