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Eine Seuche lässt die Menschheit zu Zombies werden.
Als diese dann eine kleine Stadt in den USA überfallen, flüchten eine Gruppe von Überlebenden in ein Einkaufszentrum. Doch auch dort währt der Frieden nicht lange. Und die Jagd beginnt von vorne.

Das Remake von George A. Romeros (Die Nacht der lebenden Toten, Stephen King`s Stark) Film Zombie (Dawn of the Dead), ist ein moderner und actionreicher Zombiefilm, der nicht mit brutalen Splattereinlagen geizt.

Inszenatorisch kann man Regiesseur Zack Snyder (300), bei seiner neuen Version, so gut wie gar nichts vorwerfen. Die Kameras fangen das Belagerungszenario im Kaufhaus sehr gut ein, was schon mal einen großen Atmosphärepunkt einbringt. Zusätzlich wird das Bild mit einem schönen Neo-touch versehen, was dann sein übriges tut, um eine dichte Atmosphäre zu bilden. Von daher keine Mängel.
Die Masken der lebenden Toten sind sehr gut, was wiederrum dem Splatterfaktor zugute kommt, der hier sowieso nicht zu kurz kommt. Es werden ständig platzende Köpfe, die von Kopfschüssen herrühren und sonstige fehlende Körperteile gezeigt. Und selbst das Blut fließt in hohen Mengen. Die Freigabe ab 18 Jahren ist dadurch durchaus angemessen.
Zusätzlich bringt Snyder ein paar gute Ideen in den Film ein. Da wäre zum Beispiel die Szene, in der vom Dach aus, Zombies erschossen werden, die wie Filmstars aussehen. Solche Szenen lockern den Streifen dann etwas auf.

Dawn of the Dead beginnt mit einem sehr spannenden Intro, dass meines Erachtens das beste am ganzen Film ist. Hier bekommt man die Möglichkeiten, zu sehen wie es ist, wenn eine Kleinstadt vom Zombievirus befallen wird und wie die Überlebenden darauf reagieren.
Im Mittelteil muss man dann allerdings mit einigen Spannungseinbußen rechnen, die aber durch einige kurze Schockmomente aufgelockert werden. Da wäre zum Beispiel die Zombie-Oma.
Zum Ende hin nimmt der Streifen dann wieder mehr Fahrt auf und geizt nicht mit actionreichen Einlagen.

Was man vielleicht noch erwähnen sollte ist, dadurch das die lebenden Toten hier rennen können, geht die Gruselatmosphäre früherer Zombiewerke ziemlich flöten. Allerdings wird dadurch der Spannungs- und Actionfaktor straff angezogen.

Darstellerisch kann man hier niemanden einen Vorwurf machen. Denn dafür, dass die meisten eher unbekannte Schauspieler sind, können sie sich doch im großen und ganzen sehen lassen. Mit Abstand am besten gibt sich aber Ving Rhames (Pulp Fiction, Con Air), der die Rolle des coolen Cops mimt. Man merkt ihm seine Erfahrung im Filmgeschäft an.

Man sollte bei diesem Remake keine großen Vergleiche mit dem Original anstellen, sondern ihn als eigenständigen Film ansehen. Dann erwartet dem Zuschauer mit Dawn of the Dead ein massenkompatibler und actionreicher Zombiestreifen.
Im Grunde soll der Film einfach nur unterhalten und genau das tut er auch. Da kann man dann schon mal über die kleinen Schwächen hinwegsehen. Deswegen gebe ich diesem Horrormovie 8 von 10 Punkten.

Übrigens den Abspann anschauen, denn da bekommt man noch einiges zu Gesicht.

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