Review

Ich möchte behaupten, dass ich diesen Film hier öfter als das Original gesehen habe *duck und weg* denn: Der Film ist erstklassig!

Allein schon das Opening vermag einen in seinen Bann zu ziehen - drastisch, rasant, gut inszeniert. Das dann folgende Intro gibt eindringlich und kraftvoll die Marschrichtung vor. Hier wird das Zombie-/ Infiziertenkonzept von "28 Days Later" aufgegriffen und fortgeführt. Eingestreute Realaufnahmen suggerieren, was bereits Romero mit der wohl berühmtesten Tagline der Filmgeschichte vorgab: "Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück." Quasi sagt dieses, wie auch das 28-Days-Intro doch nur eines: wir haben es nicht anders verdient! Und: allzu viel ändert sich nicht - Menschen verletzen Menschen.
Rennende Zombies sind quasi die post-Millennium-Variante des schlurfenden Untoten. Sie passen sich in die schnelllebige Zeit und sind die perfekte Bedrohung für den modernen Menschen (ja, auch für den mit dem Maschinengewehr in der Hand).

Der Film selbst ist eine angenehme Variation des Originals mit gänzlich neuen Ansätzen, jedoch nicht ohne auch den 1978-Klassiker gebührend zu zitieren und zu würdigen. Hier wurde noch vorgemacht, was Hollywood wenig später offenbar gänzlich vergaß - wie man ein gerechtfertigtes und gutes Remake in die Spur bekommt. Das dafür James Gunn das Drehbuch schrieb, der zuvor mit dem Script für "Scooby Doo" in Erscheinung trat, stieß den Fans ebenso sauer auf wie der Dreh des Remakes an sich. Dazu kam Zack Snyder als Regisseur, der bis dato vollkommen unbekannt war. Alle Zeichen deuteten im Voraus auf Totalausfall. Umso überraschender war der Film am Ende und wird heute als eines der besseren Remakes überhaupt und als einer der besten Filme der ersten 2000er-Dekade gelistet! Starker Film: 8/10

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