Review

Tätärätä & hmmm?
Hier ist es nun: Das lang erwartete (?) Remake des ultimativen Zombie-Klassikers „Dawn of the Dead“ von George A. Romero. Ehrlich gesagt bin ich mit einem leichten unguten Gefühl, in Bezug auf die neue Umsetzung des klassischen Stoffs, an die Sache rangegangen.
Aber das tat dem freudigen Ereignis keinen Abbruch. Doch meine Vorahnungen haben mich oftmals nicht getäuscht! Als Fan des Originals (zähle ich in meinem persönlichen ‚Ranking’ zu den Top3-Filmen überhaupt!) gibt es doch diverse Sachen durch die dieses Remake dem Original bei weitem nicht das Wasser reichen kann! Aber um’s vorweg zunehmen: Er kann sich trotzdem sehen lassen!

Als alter ‚Horror-Buff’(Gruß an Bruno) sehe ich die Zombies z.B. lieber armeausstreckend, torkelnd mit leerem Blick durch die Gegend schlürfen, als im Sprinter-Stil auf Menschenjagd zu gehen. Durch diese trendige Rennerei geht, meines Ansehens, einiges an Atmosphäre verloren. (‚28 Days later’ lässt grüßen -Part 1) Vielleicht bin ich auch nur zu altbacken?
Die Einleitung finde ich zu kurz geraten! Die Charaktere werden kaum eingearbeitet, und kaum sind die Anfangs-Credits vorbei, befinden ‚wir’ uns auch schon im Einkaufszentrum. Halt ohne fachgerecht die hoffnungslose, apokalyptische Situation der Menschheit einzufangen. Gerade diese ‚Bestandsaufnahme’ (Chaos im Fernsehstudio, Gegenwehr der Polizei u.s.w.) machte den Reiz aus, der das Verschanzen im Original so bedrohlich wirken ließ! (Die DVD-Fassung lässt hoffen!?)
Im Einkaufszentrum kommen mir zu wenig Zombie-Attacken vor (leider nichts zu sehen vom großen ‚Reinigen’ des Centers), und zur Mitte des Films kommt es dadurch auch zu einem kleinen Durchhänger, ohne aber langweilig zu werden.
Kommen wir zu meinem Hauptkritikpunkt: Ab der Flucht aus dem Einkaufscenter werden uns die Bilder fast nur noch verwackelt, in Videoclip-Style präsentiert! (‚28 Days later’ lässt grüßen -Part 2) Das kam mir regelrecht wie ein kleiner Bruch, im bis dahin guten Filmstil, vor. Das hätte man sich schenken sollen! (Aber das moderne Publikum will ja bedient werden.)

Wie gesagt: Ich will den Film keinesfalls verreißen! Um Gottes Willen! Der Film ist actionreich & für heutige Verhältnisse ziemlich blutig! Da werden Zombieköpfe durchbohrt & zerschossen, und mit ‚einer Kettensäge Beine abgesägt! Ohne aber natürlich die Härte des Originals zu erreichen, was aber auch nicht zu erwarten war.
Die Darsteller sind OK (vor allem ‚Michael Kelly’ als ‚CJ’ gefiel mir gut!) Die Handlung, die hier und da Parallelen zum Original aufweist, ist flott inszeniert, wobei auch einige neue interessante Aspekte & Geschehnisse eingebaut wurden. Der Humor ist gut dosiert, und ‚Savini’ & ‚Foree’ haben ihre Gastauftritte. Klasse Masken & gute Effekte machen das Ganze dann doch zu einem recht gelungenen Remake, das für Fans des Originals ein ‚Must-See’ ist! Obwohl mehr drin gewesen wäre!

Mein Fazit: Wenn man die ersten filmischen ‚Nachteile’ gegenüber dem Original über Bord geworfen hat (wenn man das überhaupt muss?), bleibt einem das beste Horrorfilm seit langem im Gedächtnis! Ich bin gespannt auf die ‚Unrated-Fassung’ die ja an Splatter & Charaktereinführung/Handlung noch mehr zu bieten haben soll!!!

Von mir: 7 von 10

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