Nach dem miserablen Remake vom "Texas Chainsaw Massacre" erlebt nun auch Romero´s Klassiker von ´78 eine Neubearbeitung, die aber wesentlich unterhaltsamer ist als das andere Remake.
Es scheint so als ob Zombiefilme langsam wieder in Mode kommen. Nachdem "28 Days Later" letztes Jahr gezeigt hat das dieser Stoff durchaus noch Kinopotential besitz und auch der neue "Dawn" die Kassen klingeln lies, wird man in nächster Zeit bestimmt wieder vermehrt Untotenbekanntschaften auf der Leinwand machen dürfen.
Das Remake, das vom bis dato unbekannten Zack Snyder inszeniert wurde, hat mit dem Original eigentlich nur den Titel und die Location des Einkaufszentrums gemeinsam.
Der Rest der Story wird hier ganz anders erzählt, was durchaus sehr gut gelungen ist. Auch hier ist wieder aus ungeklärter Ursache eine menschheitshinraffende Seuche ausgebrochen und die Überlebenden suchen eine sichere Unterkunft.
Der Anfang des Films ist ziemlich cool gemacht und danach geht es mit hohen Tempo weiter. Krankenschwester Ana (Sarah Polley) trifft nach ihrer bösen Morgenüberraschung und anschließender Flucht unterwegs auf Cop Kenneth (Ving Rhames) und gleich darauf auf drei weitere "Flüchtlinge". Zusammen suchen die 5 im nahe gelegenen Einkaufszentrum Schutz. Dort treffen sie auf 3 Wachmänner, die nicht unbedingt scharf auf neue Bekanntschaften sind, sie aber trotzdem nicht wegjagen. ´Doch irgendwie muss man aus der Stadt raus kommen, denn die Untoten werden immer zahlreicher...
Die neue Story schießt zwar auch nicht den Vogel ab, aber sie wird ohne große Längen erzählt und kann den einen oder anderen Lacher aufwarten. Besonders das "Prominentenschießen" war originell.
Schauspielerisch gesehen gibt es nichts groß zu meckern, es werden keine oscarreifen Leistungen geboten, aber sowas ist hier auch nicht nötig.
Effektmäßig gibt es auch hier gut Gore, der meistens mit einer Prise Humor gewürzt ist. Und auch die Zombies sind hier wieder flink unterwegs, was ja in letzter Zeit modern scheint.
Insgesamt also ein sehr unterhaltsamer Film, ohne große Längen, lustig und gorehaltig - er beinhaltet also alles, was einen modernen Horrorfilm ausmacht und setzt es zur Zufriedenheit des Betrachters um. Eine 1:1-Kopie des Romero-Films sollte man allerdings nicht erwarten, denn der neue "Dawn" geht andere Wege.
8 von 10 Punkten.