„Im Todesgriff der roten Maske“ ist ein wunderbarer britischer Horrorfilm mit den zwei Horrorikonen Vincent Price und Christopher Lee.
Vor einiger Zeit wurde in Afrika der Bruder von Sir Julian Markham (Vincent Price), Edward Markham, mit einem Fluch belegt. Seit dieser Zeit fristet er angekettet und entstellt sein Leben eingeschlossen in einem Raum. Der Anwalt der Familie Markham, Samuel Trench, will Edward helfen und beauftragt einen afrikanischen Medizinmann, Edward durch eine kleine Pille scheintot zu machen. Dies gelingt auch. In betracht alter Traditionen soll Edward noch im Haus aufgebahrt werden, also muss Trench, welcher von Julian erpresst wird, ein weiteres Opfer suchen, damit der entstellte Edward erst später begraben werden kann.
Doch die Aktion, Edward wieder auszugraben scheitert. Zwei Leichediebe sind schneller und bringen den scheinbar toten Edward zum Arzt Dr. Neuhart (Christopher Lee), welcher die Leichendiebe immer bezahlt, damit sie ihm weitere Leichen zu Forschungszwecken bringen.
Dort erwacht Edward und schwört nun grausame Rache an all die, die ihn eingesperrt hatten und lebendig begraben haben...
Gruselfans werden hier voll auf ihre Kosten kommen. „Im Todesgriff der roten Maske“ ist ein wunderbarer Rachefilm mit einem maskierten Mörder. Natürlich trägt der Mörder eine rote Maske, daher auch der reißerische deutsche Titel. Natürlich sieht man das Gesicht des Mörders bis zum Ende nicht.
Der Film überzeugt natürlich durch Vincent Price in der Hauptrolle des Julian Markham. Zwar kann Price diesmal nicht so glänzen wie in anderen Filmen, doch das lag einfach daran, dass die Rolle des Julian nicht gerade spektakulär war.
Von Christopher Lee ist man ein wenig enttäuscht. Es dauert eine Weile, bis er überhaupt mal auftaucht und dann agiert er scheinbar lustlos. Einen bösen Seitenhieb in Richtung Lee erfährt man auf der DVD von EMS, in der sich Uta Levka nicht gerade positiv über Lee äußert.
Dafür ist die Geschichte mit Vincent Price umso netter.
Obwohl noch in den 60ern gedreht, gibt es schon einige blutige Effekte im Film, deren Wirkungsgrad aber wieder minimiert wird, wenn man sich das überrote und dicke Blut anschaut. Doch gerade so wirken die Kehlenschnitte richtig schön alt. Dazu kommt direkt am Anfang eine Kreuzigungsszene, die zwar überhaupt nicht mit Fulcis „Geisterstadt der Zombies“ mithalten kann, aber für die Zeit schon extrem wirkt.
Natürlich biete die Story nichts neues, dafür hat der Film aber Charme und macht einfach Spaß und man freut sich auf das Finale, welches unerwartet böse ausfällt für manche Beteiligten.
Fazit: Gelungener britischer Horrorfilm, welcher wirklich Spaß macht und einige leichte Mängel entschuldigt. Für Fans des alten Horrorfilms eine klare Empfehlung.