Review
von Leimbacher-Mario
Weihnachtswinterwunderwelt
Ein Mann lässt seine große Liebe an Weihnachten alleine, geht ihr fast sogar mit seiner Kollegin fremd und seine enttäuschte Ehefrau kommt dann wortwörtlich unter die Räder - aber ein gewiefter Engel gibt dem trauernden Mann eine Chance und dreht die Zeit drei Tage zurück...
„Three Days“ ist ein hierzulande nahezu unbekannter Weihnachtsfilm, den man sich im Dezember auf Disney+ aber mal gut und gerne antun kann. Er ist zuckrig, emotional und cheesy, extrem kitschig, oft plump philosophisch und sieht gelinde gesagt nicht allzu hübsch aus, benutzt Versatzstücke bekannter Weihnachtsgeschichten („Scrooged“ und „Ist das Leben nicht schön?“). Doch seine Rechnung geht dennoch auf. Fast ein kleiner Geheimtipp für die besinnliche Zeit mit der oder dem Liebsten. Wenn man denn mit Kitsch und dem billigen SD-Look leben kann. Seine Aussage ist universell, weise und einfach schön, „Sex & The City“-Star Kristin Davis sieht man nicht in allzu vielen Filmen und „Three Days“ funktioniert einfach auf einer sehr instinktiven und ursprünglichen Ebene. Die liebste Person auf der Erde stirbt plötzlich - und du bekommst nochmal Extrazeit mit ihr. Jedoch mit dem Schatten und der Traurigkeit im Hinterkopf, dass ihr Schicksal dennoch nicht zu ändern ist. Das reicht um einen mitzureißen und zu berühren, da sich da einfach jeder von uns hineinversetzen kann. Zumindest teilweise.
Fazit: ein zauberhaft-kitschiger Fernsehfilm voller Magie, Käse und Liebe. Xmas-Voodoo mit Romantikoverkill. Kein Klassiker - aber er hätte damals sicher auch für's Kino gereicht!