Inhalt:
China während der manchurischen Qing-Dynastie. 2 Jahre verbrachte der Verbrecher Shu Ting Cheng (Lau Kar Wing) im Gefängnis.
Nunmehr befreien ihn seine Schergen..., allen voran Liang Pao (Leung Kar Yan) und Slasher Pih (Wilson Tong). Zu den Verbrechern zählt noch eine so kalte wie skrupellos-brutale Schergin (Wong Gwan).
Bevor die Gang ihren nächsten Coup plant, soll derjenige, der Shu ins Gefängnis brachte, Besuch von den Gangstern und zumindest eine Lektion erhalten!
Dies ist der Polizei-Captain Siu Tien Ching (Chen Kuan Tai). Es kommt zum Kampf..., und sowohl die Frau als auch die Tochter Siu´s werden eiskalt getötet. Siu überlebt schwer verletzt..., u.a. wurde ihm der Daumen seiner rechten Hand abgetrennt..., so das Siu nie wieder ein Schwert wird halten können.
Doch Siu will nichts anderes mehr als... Rache! Mit einer neuen Hand..., einer schwarzen Stahlfaust ausgerüstet, will Siu den Verbrechern auf die Spur kommen.
Unterstützung erhält Siu durch einen Kopfgeld-Jäger..., durch Ting Yi Lan (Meng Fei)!
In der Stadt ist Gao, der mit seinem Sohn (Yip Fei) und Anhängerschaft in einem großen, streng gesicherten Haus residiert, das lohnendste Objekt für einen neuen Coup. Gao besitzt einen großen Gold-Schatz!
Für Siu und Ting gilt es, sich im Dunstkreis dieses Hauses aufzuhalten..., hier kann man die Gangster erwarten.
Siu kann einen der Gangster töten..., später fällt ihm auch Slasher Pih zum Opfer!
Ting Yi Lan will durch einen einäugigen Informanten (Chan Wai-Lau) an die Verbrecher ran..., doch tappt er fast in deren Falle..., kann entkommen, genauso wie die Schergin..., der Informant kommt jedoch zu Tode.
Shu Ting Cheng will Ting Yi Lan "kaufen"..., der nimmt das Geld, steht jedoch weiter auf Seiten Siu Tien Ching´s.
Nachdem Siu Tien Ching 2 gekaufte Schwert-Killer (Wong Wing-Sang, Cheung Yee-Kwai) getötet hat...., stürmen die Gangster die Gao-Villa...!
Es kommt zum gnadenlosen, langen Kampf...!
Shu Ting Cheng, Liang Pao und die Schergin fliehen mit der Beute..., die 3 neigen auch untereinander zum Verrat...!
Schließlich kommt es zum brutalen Show-Down zwischen den Gangstern sowie Siu Tien Ching und Ting Yi Lan.........
Fazit:
Im Jahre 1977 drehte Regisseur Karl Maka diesen so einfachen, wie unterhaltsamen und actiongeladenen Eastern mit sehr starkem Cast für das kleine Studio "Hing Fut Film Company" in Hongkong.
Dieser einfache, kernige Eastern-Actioner unterhält den geneigten Fan des Genres bestens..., und es macht Laune, sich diesen stringenten Streifen anzusehen..., ein KungFu-Hit für Anhänger dieser Film-Gattung!
In den einfachen Kulissen dieses "Wald- und Wiesen-"Eastern geht Karl Maka die Story dieses Actioners schnörkellos an. Er taucht sogleich in das klare Handlungs-Schema ein..., die Motive des Helden sind alsbald klar...: Rache!
Die Familie wird durch die Villains schnell und brutal abgemurkst, der Held kann verletzt entkommen..., macht sich auf die Suche nach den Verbrechern und erhält Unterstützung durch einen Kopfgeldjäger. Dass beide Helden grundverschieden sind, ist ebenso erwartungsgemäß..., und würzt den Rache-Plot noch einmal zusätzlich.
Comedy kommt nur am Rande vor..., durch den unterbelichteten Chan Wai-Lau..., und 1, 2 ebenso eselige Nebenfiguren. Kompensiert wird dies überraschender Weise durch den todernsten Helden..., der sich das ruhig und abgeklärt anhört, aber diese Dummies auch nicht weiter ernst nimmt.
Das ganze ist so schön einfach..., "Ich will Rache! Hey, her mit diesen Scheiß-Typen!" scheint Chen Kuan Tai hier nur zu denken. Und Karl Maka vergisst keine der üblichen Handlungs-Stereotypen so eines Rache-Eastern. Das wirft man ja diesen Filmen immer vor. Wieso eigentlich? Gottseidank laufen diese sogenannten "Stereotypen" auch hier wieder ab..., das will der Fan dieses Genres nämlich sehen..., klare Angelegenheiten, Rache und die daraus motivierte knallharte KungFu-Action! Ist denn das so schlimm?
Quatsch..., das will man als Fan des Genres genau SO serviert bekommen..., und man bekommt das hier....! BASTA!
Da wird nicht viel Federlesen gemacht!
Chen Kuan Tai ist hier der Held! Aber was heißt das schon? Diese Rolle ist ihm auf den Leib geschneidert. Total ernst..., der brutale Rache-Engel ohne jegliche Kompromissbereitschaft! Er will ran an die Villains..., und sie knallhart fertig machen! Jawoll!
Schwächt ihn die lädierte Hand? Unsinn! Die Stahlfaust macht ihn ja noch gefährlicher..., und Chen prügelt sich durch diesen Streifen..., Chinese Boxing ist ja eh seine bevorzugte Technik..., und da passt doch diese Stahlfaust..., diese Ramme am Arm-Ende doch wie Arsch auf Eimer!
Meng Fei bildet den Gegenpol..., weil er ein eher lockerer Pfiffikus ist.
Wieder erinnert er hier an Alexander Fu Sheng, der diese Rolle hier wohl genauso gespielt hätte. Weiß gewandet..., mit Kampf-Fächer und diese Pony-Frisur mit Zopf hinten.
Fast kann man das mit "Heroes two" von Chang Cheh vergleichen, in welchem Alexander Fu Sheng und eben Chen Kuan Tai ja so kongenial agierten (siehe mein Review auf dieser website). Und Meng Fei fightet agil..., und setzt auf klassische KungFu-Techniken!
Die Villains sind ebenfalls hochkarätig in ihrer Besetzung: Wilson Tong, Leung Kar Yan..., und an deren Spitze Lau Kar Wing.
Das ist bei Leibe kein Kanonenfutter...., sie agieren als Villains typisch..., böse und brutal..., stereotyp mag man sagen..., gut so!
An der Seite dieses Trios..., Wong Gwan. Die ist schon besonders..., kein Dummchen, kein Vamp. Sie agiert eher sachlich-nüchtern..., aber wenn sie mordet, eiskalt, brutal..., aber doch auch wieder nüchtern arbeitet sie ihre Morde so "nebenbei" ab. Z.B. als sie denjenigen mal eben schnell erdrosselt, der für die Pläne des Gao-Hauses sorgt.
Wichtigstes ist hier die KungFu-Action. Die Fights sind klassisches KungFu..., rasant, kernig, hart..., und perfekt choreographiert. Die Intensität nimmt natürlich im Laufe des Streifens permanent zu.
Viele Einfälle..., die Stahlfaust von Chen Kuan Tai, Stockfights, Swordplay..., und viele Brutalitäten..., klassisches KungFu, in einem harten, flotten Eastern-Actioner!
Mit "Iron fists" ("Shaolin Kingboxer") wird der Eastern-Fan, der auf gewohnte Standards und viele harte KungFu-Fights steht, sehr gut bedient. Was soll man da an einer einfachen Story groß rumkritteln?
Hollywood-Jünger die das bemäkeln, aber bei leicht komplexeren Ami-Filmchen im Kino "Häääh???" blöken... (schon oft erlebt), sollen da mal ganz ruhig sein.
8/10.