Nach dem Tod und dem mysteriösem Verschwinden seiner Verlobten Salsa Verde reist der begnadete Opernsänger Graf Teleke von Tölökö mit seinem Diener Ignaz durchs Land, um seinen Schmerz zu vergessen. Auf dem Weg finden sie den verletzten Förster Vilja Dézi, den sie in das nächste Gasthaus bringen. Dort hört er von einem verfallenen Geisterschloss, welches die Einwohner fürchten und meiden, da die einstigen Raubrittern des Geschlechts Gorc dort als Geister ihr Unwesen treiben. Bei dem Namen Gorc wird der Graf hellhörig, da Baron Gorc seiner Verlobten einst aufdringlich nachstellte. Als er dann vom Förster erfährt, dass er dort eine weibliche Opernstimme hörte bevor er verunglückte, kommen ihm Zweifel an dem Tod seiner Verlobten.
Schau einer an, selbst im damaligen Ostblock der Tschechoslowakei (für die Jüngeren, ja so lustige Ländernamen gab es damals) gab es so etwas wie Humor, die dann auch in diese eher spaßige Adaption der Jules Verne Vorlage einfloß. Das Ganze erinnert dabei schon an Roman Polanskis Tanz der Vampire, ist dabei aber deutlich mehr auf purem Klamauk gebürstet.
Allein schon verwunderlich wie viele Grafen es hier gibt. Graf sowieso kehrt ein bei Graf hastenichtgehört um weiter zur Burg des Grafen kahlmitglatzeabervollbart (bitte verlang keiner das ich mir die komischen Namen merken würde). Schließlich gibt es die Quest die Arien schmetternde Jungfrau von dort zu retten. Trifft sich aber gut denn in Sachen Opern kennt sich unser Heldengraf mit der kräftigen Singstimme bestens aus, so daß der Film wirklich haarscharf am Musical vorbeischrammt.
Wie schon gesagt, wir bewegen uns hier klar auf den Pfaden der Komödie. Hier ist wirklich alles auf Lacher ausgelegt, auch wenn der Titel eher Abenteuer oder Horror vermuten läßt. Erstaunlich dabei, das der Humor gar nicht mal unkomisch daherkommt und sogar recht sympathisch ist. Bisher dachte ich immer der tschechische Humorsinn sei mit Pan Tau erschöpft gewesen, aber dank der Jules Verne Gesamtbox lernt man ganz neue Züge der Welt kennen.
6/10