Nelson ist 16 und raubt regelmäßig Banken mit seinem Vater Sam und dessen Freundin Lilly aus. Allerdings ist sie langsam davon genervt immer einen Teenager an Bord zu haben und so zerstreitet sich das Trio. Von nun an sind Papa und Sohn allein unterwegs, ziehen ihr Ding aber wie gewohnt weiter durch. Lilly rächt sich aber an den beiden und so werden sie erwischt. Nelson wird von einer gewissen Lorraine aus dem Knast geholt und kommt erst mal bei ihr unter.
Bloß weil hier eine fünffache Weltmeisterin auf dem Cover prangt sollte niemand hier annehmen, das Martial Arts im Vordergrund steht. Die gute Cynthia ist hier eigentlich nur ein besserer Sidekick mit sehr begrenzter Screentime. Den Hauptpart übernimmt der Berufsjugendliche Corey Haim, der zusammen mit seinem Vater ein Roadmovie Abenteuer erlebt, das die meiste Zeit aber eher wie die Dukes von Hazzard County rüberkommt (nur echt mit Countrymucke und viel Blechschäden).
Vielmehr gehts um eine nett familiäre Bankräubertruppe in der zusammen mit Fluchfahrer und Daddy nebst Freundin der altkluge 16jährige Nelson leider das Mastermind und die Hauptrolle gibt. Asl sich die Truppe im Streit trennt gehen Vater und Sohn allein durch die Prärie, lernen sich näher kennen, streiten sich über Radiosender, lernen autofahren und liefern sich grausame Dialog, die wohl witzig und gefühlvoll sein sollten, aber leider nur seicht und wenig unterhaltsam sind.
Die Action ist ok aber auch eher im Hintergrund. Cynthia Rothrock darf mal kurz andeuten das sie gut kämpfen kann, wesentlich interessanter sind aber die Stunts geworden. Höhepunkt ist sicher das spektakuläre abseilen von einer 300 Meter hohen Brücke, aber auch zahlreiche Autojagden sorgen für Abwechslung im tristen Dialogbrei. Abseits der Money Shots fließt die Story aber zu träge dahin, um wirklich zu fesseln. Sonderlich viel eingefallen ist den Scriptern aber auch nicht, die simple Robber and Son Geschichte irgendwie aufzupeppen. Rothrock ist eigentlich komplett verschenkt, eine gute Schauspielerin wird sie nicht mehr werden und wenn sie dann nicht wenigstens high kicken darf, braucht man sie meiner Meinung nach nicht engagieren.
Wenigstens hat man die angedeutete Love Story Nelsons mit irgendsoeiner Blondblinse radikal abgewürgt, das wäre dann doch zuviel des Guten gewesen. So bleibt Fast Getaway ein laues Roadmovie Lüftchen, das aber erstaunlicherweise sogar eine Fortsetzung fand. Hier treffen Dialoge am Rande der Schmerzgrenze auf immerhin akzeptable Stunts, die Banküberfälle sind auch noch recht amüsant gestaltet, trotzdem braucht diesen Film eigentlich kein Mensch.
4/10